Wir­kungs­vol­les F + E-Con­trol­ling­s­tärkt die In­no­va­ti­ons­kraft

ERGEBNISSE EINER UNTERSUCHUNG IN DEUTSCHEN TECHNOLOGIE- UNTERNEHMEN:

HBM 3/1989


DIPL.- WIRT­SCH.-ING. BERND GAI­SER ar­bei­tet als Be­ra­ter am In­sti­tut für Un­ter­neh­mens­ana­ly­sen (IFUA), Stutt­gart. PROF. DR. PÉTER HORVÁTH ist Ge­schäfts­füh­rer des IFUA und In­ha­ber des Lehr­stuhls Con­trol­ling an der Uni­ver­si­tät Stutt­gart. DR. KLAUS MAT­TERN ar­bei­tet als Be­ra­ter bei Booz, Al­len & Ha­mil­ton Inc. in Düs­sel­dorf. DR. HANS G. SER­VA­TI­US ist Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung die­ser Un­ter­neh­mens­be­ra­tung und Lehr­be­auf­trag­ter an der Uni­ver­si­tät Stutt­gart.

Der Ruf nach Kon­zep­ten für ein wir­kungs­vol­les F + E-Con­trol­ling hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren merk­lich ver­stärkt. Denn die Auf­wen­dun­gen für F + E wach­sen stän­dig - sie er­rei­chen bei­spiels­wei­se in man­chen Un­ter­neh­men der phar­ma­zeu­ti­schen In­dus­trie mitt­ler­wei­le bis zu 20 Pro­zent des Um­sat­zes - und der In­no­va­ti­ons­druck im sich ver­schär­fen­den in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb steigt oh­ne­hin. Da­her dürf­te es für die Zu­kunft vie­ler Un­ter­neh­men ent­schei­dend sein, daß sie die Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te be­schleu­ni­gen (wenn­gleich hoch­qua­li­fi­zier­te For­scher und Ent­wick­ler im­mer knap­per wer­den). Auf den Punkt ge­bracht: Das „Doing the right things“ eben­so wie das „Doing the­se things right“ sind heu­te mehr denn je dring­li­che Ge­bo­te. Lei­tung und F + E-Ma­na­ge­ment vie­ler Un­ter­neh­men muß­ten er­ken­nen, daß un­ter die­sen Um­stän­den für den Er­folg ein Ser­vice er­for­der­lich wird, der das Ge­sche­hen in der For­schung und Ent­wick­lung trans­pa­rent macht, der die Ef­fek­ti­vi­tät und Ef­fi­zi­enz dort ver­bes­sert und der da­für sorgt, daß den Füh­rungs­kräf­ten recht­zei­tig ent­schei­dungs­re­le­van­te In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung ste­hen. Er­folg­rei­che Un­ter­neh­men be­die­nen sich dar­um be­reits heu­te ei­nes wir­kungs­vol­len F + E-Con­trol­ling. Als Ma­na­ge­men­t­in­stru­ment kann es na­tür­lich kei­ner Un­ter­neh­mens­füh­rung die Ent­schei­dun­gen ab­neh­men, wohl aber den Pro­zeß der Pla­nung und Ent­schei­dung nach­hal­tig un­ter­stüt­zen: Ihm ob­liegt also eine In­for­ma­ti­ons- und Ser­vice-Ver­ant­wor­tung, nicht aber die Ent­schei­dungs­ver­ant­wor­tung. Con­trol­ling in der For­schung und Ent­wick­lung ein­zu­set­zen ist für Wis­sen­schaft und Pra­xis glei­cher­ma­ßen ein noch recht neu­er Ge­dan­ke (sie­he Blohm/ Da­nert 1983, Brock­hoff 1988); das be­stä­tigt eine em­pi­ri­sche Un­ter­su­chung, bei der 19 Großun­ter­neh­men zur Aus­ge­stal­tung ih­res F + E-Con­trol­ling be­fragt wur­den (sie­he Brock­hoff 1984). Zwei Con­trol­ling-Ex­per­ten von Sie­mens mei­nen denn auch: „Im Ge­gen­satz zur Fer­ti­gung oder zum Ver­trieb muß hier weit­ge­hend Neu­land be­tre­ten wer­den. Ein ge­eig­ne­tes be­trie­bs­wirt­schaft­li­ches In­stru­men­ta­ri­um ist da­bei erst in An­sät­zen vor­han­den“ (sie­he Commes/Lienert 1983, S. 347). Si­cher­lich, die Pro­duk­ti­on lie­fert mit ih­ren kla­ren Men­genund Preiss­truk­tu­ren und re­la­tiv si­che­ren Pro­gno­sen ein­fa­che­re An­satz­punk­te für den Con­trol­ler als der F + E-Be­reich. Den­noch ist Con­trol­ling auch hier mög­lich, es kommt nur dar­auf an, es in ge­eig­ne­ter Wei­se aus­zu­ge­stal­ten. Just um die Ge­stal­tung von F + E-Con­trol­ling-Sys­te­men ging es in un­se­rer ei­ge­nen Un­ter­su­chung deut­scher Tech­no­lo­gie-Un­ter­neh­men, bei der wir bran­chen­spe­zi­fi­sche Pro­ble­me und Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten ana­ly­sier­ten. In ei­nem Ge­sprächs­pro­gramm be­frag­ten wir 15 Un­ter­neh­men der che­misch-phar­ma­zeu­ti­schen In­dus­trie, der Elek­tro­ni­k­in­dus­trie, des Ma­schi­nen­baus und der Au­to­mo­bil­in­dus­trie nach ih­ren Er­fah­run­gen.
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