Antwort von derPyramide

DER HANDELSRIESE INTERMARCHÉ LENKT SEINE WARENSTRÖME MIT NEUEN ANWENDERPROGRAMMEN:

HBM 3/1992


DR. MI­CHA­EL CURTH ist Un­ter­neh­mens­be­ra­ter bei McKin­sey & Com­pa­ny in Zü­rich. 1991 er­schi­en im Münch­ner Han­ser-Ver­lag der mit den Co-Au­to­ren An­dre­as Böl­scher und Bern­hard ver­faß­te Ti­tel „Ent­wick­lung von Ex­per­ten­sys­te­men“.

Nach wie vor ist un­ter­neh­me­ri­sches Han­deln über­wie­gend auf mo­ne­tä­re Zie­le aus­ge­rich­tet, letzt­lich auf den Re­turn on In­vest­ment (kurz: ROI), also den Rück­fluß aus In­ves­ti­tio­nen in das Un­ter­neh­men. Zwar sind auch Leit­bil­der wich­tig, wie sie sich aus ei­ner spe­zi­fi­schen Un­ter­neh­men­s­phi­lo­so­phie und -kul­tur, der Art der Per­so­nal­ent­wick­lung und dem Um­welt­be­wußt­sein er­ge­ben, doch las­sen sie sich nur schwer­lich in Kenn­zif­fern er­fas­sen und nur sel­ten in eine Ren­ta­bi­li­täts­rech­nung ein­fü­gen. Da­für kann mit Hil­fe der ROI- Py­ra­mi­de, de­ren Auf­bau sich ty­pi­scher­wei­se eng an mo­ne­tä­ren Zie­len ori­en­tiert, ge­zeigt wer­den, wie sich die Er­geb­nis­wirk­sam­keit von In­ves­ti­tio­nen zah­len­mä­ßig dar­stellt. Was ist die ROI-Py­ra­mi­de? Mit flie­ßen­den Gren­zen kann das In­stru­ment so­wohl den Be­wer­tungs­ais auch den Ana­ly­se­tech­ni­ken zu­ge­ord­net wer­den (sie­he Curth/ Weiß 1989). Es ge­hört zum großen Be­reich der Kenn­zah­len und Kenn­zah­len­sys­te­me, die ur­sprüng­lich al­lein von den Fi­nanz­wirt­schaft­lern be­nutzt wur­den, in­zwi­schen je­doch der vie­len Vor­tei­le bei rich­ti­ger An­wen­dung we­gen - brei­ten An­klang auch in an­de­ren be­trieb­li­chen Res­sorts (etwa dem Mar­ke­ting, der Per­so­nal­wirt­schaft, Pro­duk­ti­on und Da­ten­ver­ar­bei­tung) ge­fun­den ha­ben. Kenn­zah­len­ana­ly­sen er­lau­ben, das un­ter­such­te Ob­jekt auf der Ba­sis von quan­ti­fi­zier­ba­ren Wer­ten zu be­ur­tei­len, die in hier­ar­chi­scher Be­zie­hung zu­ein­an­der ste­hen. Da­bei sind Kenn­zah­len Eck­wer­te oder Ver­hält­nis­zah­len, die über wich­ti­ge Un­ter­su­chungs­fel­der kurz, prä­zi­se und über­sicht­lich In­for­ma­tio­nen lie­fern. Von Kenn­zah­len­sys­te­men wird im­mer dann ge­spro­chen, wenn die ein­zel­nen Kenn­zah­len re­chen­mä­ßig mit­ein­an­der ver­knüpft wer­den kön­nen.
Der Kenn­zah­len­baum für
ein Han­dels­un­ter­neh­men

Die meis­ten Kenn­zah­len­sys­te­me (oder -bäu­me), auf die man in schrift­li­chen Quel­len stößt, be­zie­hen sich ein­sei­tig auf In­dus­trie­be­trie­be. Pro­ble­me er­ge­ben sich häu­fig, weil die Sys­te­me auf so stark ver­dich­te­te Kenn­zah­len ab­ge­stellt wer­den, daß das Ma­na­ge­ment dar­aus kei­ner­lei brauch­ba­re In­for­ma­tio­nen für ziel­ge­rich­te­te Ent­schei­dun­gen oder Ak­tio­nen ab­lei­ten kann. Also war es not­wen­dig, ein ge­eig­ne­tes Sys­tem für die Be­dürf­nis­se ei­nes Han­dels­un­ter­neh­mens zu er­sin­nen und ent­spre­chend maß­zu­schnei­dern. Ab­bil­dung 1 zeigt das Bei­spiel ei­nes sol­chen Kenn­zah­len­baums mit der si­gni­fi­kan­ten Spit­zen­kenn­zahl Re­turn on In­vest­ment (ROI). Na­he­lie­gen­der­wei­se müs­sen dazu eine Rei­he von de­fi­ni­to­ri­schen Re­ge­lun­gen ge­trof­fen wer­den. So er­gibt sich der Re­turn on In­vest­ment aus der Mul­ti­pli­ka­ti­on der Um­satz­ren­ta­bi­li­tät (Quo­ti­ent aus Ge­winn und Um­satz) mit dem in­ner­halb der­sel­ben Pe­ri­ode er­ziel­ten Ka­pi­ta­lum­schlag (sei­ner­seits Quo­ti­ent aus Um­satz und in­ves­tier­tem Ka­pi­tal). Bei­spiels­wei­se hat ein Han­dels­un­ter­neh­men mit 20 Mil­li­ar­den Mark Um­satz, ei­nem Ge­winn von 1,5 Mil­li­ar­den Mark (mit­hin ei­ner Um­satz­ren­ta­bi­li­tät von 7,5 Pro­zent) und ei­nem in­ves­tier­ten Ka­pi­tal von 16 Mil­li­ar­den Mark - das ent­spricht ei­nem Ka­pi­ta­lum­schlag von 1,25 - einen ROI von 9,375 Pro­zent.
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