Monarch und Manager

GESPRÄCH:

HBM Dezember 2003

Ge­lernt ist ge­lernt: Auf sei­ne Füh­rungs­auf­ga­be, die Re­gent­schaft im Klein­staat Liech­ten­stein, ist Fürst Hans-Adam II. ein Le­ben lang vor­be­rei­tet wor­den. Er be­herrscht die Kunst des Strip­pen­zie­hens per­fekt. Me­di­en und Lob­by­grup­pen sind sei­ne In­stru­men­te, um Par­la­ment und Volk für sei­ne Zie­le ein­zu­neh­men. Er hat die Wirt­schafts­kraft des Lan­des in­ner­halb von 15 Jah­ren auf Vor­der­mann ge­bracht. Erst jüngst ob­sieg­te er in ei­ner seit zehn Jah­ren schwe­len­den von ihm an­ge­sto­ße­nen Ver­fas­sungs­de­bat­te. Die dar­aus re­sul­tie­ren­den Än­de­run­gen räu­men ihm un­ter an­de­rem das Recht ein, die Re­gie­rung zu ent­las­sen. Das Fürs­ten­tum Liech­ten­stein ist eine der letz­ten Mon­ar­chi­en, in de­nen das Staats­ober­haupt nicht nur Re­prä­sen­ta­ti­ons­auf­ga­ben er­füllt, son­dern in der Po­li­tik kräf­tig mit­mischt.
Auch in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht ist der Fürst eine er­folg­rei­che Füh­rungs­per­sön­lich­keit. So ist Hans-Adam II. Di­rek­tor der liech­ten­stei­ni­schen LGT Bank. Au­ßer­dem lei­tet er land­wirt­schaft­li­che Be­trie­be im In- und Aus­land, ver­wal­tet Im­mo­bi­li­en und die fürst­li­che Ge­mäl­des­amm­lung. Öko­no­mi­scher Sach­ver­stand ist in der Fa­mi­lie Pflicht. Gilt es doch, ne­ben der Staats­füh­rung ein Ver­mö­gen von ge­schätz­ten sechs Mil­li­ar­den Fran­ken zu ma­na­gen und mög­lichst zu meh­ren. Schließ­lich lebt das Fürs­ten­haus nicht auf Kos­ten des Steu­er­zah­lers, son­dern fi­nan­ziert sich selbst.
Im Har­vard Busi­ness­ma­na­ger spricht Fürst Hans-Adam II. über jahr­hun­der­te­al­te Füh­rungs­me­tho­den, und dar­über, wie er die­se für un­ter­schied­lichs­te Auf­ga­ben ein­setzt.
Sie sind Staats­ober­haupt und Un­ter­neh­mens­chef. In­wie­weit un­ter­schei­det sich die Ar­beit als Len­ker der Lan­des­ge­schi­cke von der ei­nes Ma­na­gers?
FÜRST HANS-ADAM II. Es gibt einen grund­sätz­li­chen Un­ter­schied. Als Staats­ober­haupt ste­hen Sie ei­nem Be­trieb vor, der sei­ne Dienst­leis­tun­gen der Kund­schaft mehr oder we­ni­ger mit Ge­walt auf­zwin­gen kann und dar­über hin­aus die Kos­ten für die­se Dienst­leis­tun­gen über Steu­ern un­ter An­dro­hung schwe­rer Stra­fen ein­zieht. Als Ma­na­ger sind Sie für einen Be­trieb ver­ant­wort­lich, bei dem die Kund­schaft frei­wil­lig für die Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen zahlt.

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