Aids gehört auf die Agenda

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HBM Dezember 2003

Macht Ihr Un­ter­neh­men Ge­schäf­te in ei­nem Ent­wick­lungs­land ir­gend­wo auf der Welt, sei es Russ­land, Süd­afri­ka oder Bra­si­li­en? Dann müs­sen Sie mit Aids rech­nen.
Die glo­ba­le Seu­che HIV/Aids ent­wi­ckelt sich in ra­sen­dem Tem­po zur schlimms­ten epi­de­mi­schen Ka­ta­stro­phe al­ler Zei­ten, schlim­mer als die Beu­len­pest im 14. Jahr­hun­dert oder die Grip­pe-Epi­de­mie von 1917, bei de­nen je­weils um die 20 Mil­lio­nen Men­schen star­ben. Bis heu­te for­der­te Aids be­reits eine hö­he­re Zahl an To­desop­fern, mel­det die Or­ga­ni­sa­ti­on UN­AI­DS die für die Ver­ein­ten Na­tio­nen die Ge­gen­maß­nah­men ko­or­di­niert. Das mensch­li­che Im­mun­schwä­che-Vi­rus, Ver­ur­sa­cher von Aids, hat be­reits mehr als 42 Mil­lio­nen Men­schen in­fi­ziert.
In den am stärks­ten be­trof­fe­nen Län­dern wie Süd­afri­ka, Bots­wa­na, Swa­zi­land, Sim­bab­we und Sam­bia ist je­der fünf­te Men­sch im er­wer­bs­fä­hi­gen Al­ter in­fi­ziert. Wenn auch Afri­ka bis­lang die größ­te Auf­merk­sam­keit er­fah­ren hat, so ver­brei­tet sich das Vi­rus eben­so rasch in an­de­ren Erd­tei­len. Das schnells­te Wachs­tum der Epi­de­mie er­leb­ten im ver­gan­ge­nen Jahr Russ­land und die Ukrai­ne. Ein Be­richt von UN­AI­DS nann­te das Vi­rus im ver­gan­ge­nen Jahr „Chinas gi­gan­ti­sche Be­dro­hung“. Und vie­le Epi­de­mio­lo­gen glau­ben, dass die nächs­te An­ste­ckungs­wel­le die eine Mil­li­ar­de Men­schen zäh­len­de Be­völ­ke­rung In­diens tref­fen wird (sie­he Ab­bil­dung Sei­te 4).
Den Men­schen in den meis­ten Ent­wick­lungs­län­dern bleibt der Zu­gang zu Me­di­ka­men­ten, die vie­le HIV-po­si­ti­ve Nord­ame­ri­ka­ner am Le­ben er­hal­ten, ver­wehrt. Zwar sind die Be­hand­lungs­kos­ten zwi­schen 1998 und 2002 von 12 000 Dol­lar pro Pa­ti­ent und Jahr auf 500 Dol­lar ge­sun­ken, doch auch die­se Sum­me ist für die über­wie­gen­de Mehr­heit der Be­trof­fe­nen in Afri­ka, Asi­en oder an­de­ren ar­men Re­gio­nen viel zu hoch. Fast je­der, der sich hier in­fi­ziert, wird in­ner­halb der nächs­ten acht bis zehn Jah­re ster­ben.
Wa­rum aber soll­ten sich Ma­na­ger über Aids Ge­dan­ken ma­chen? Ganz ein­fach: Die Krank­heit zer­stört die bei­den Grund­pfei­ler der Glo­ba­li­sie­rungs­stra­te­gie - bil­li­ge Ar­beits­kraft und schnell wach­sen­de Märk­te. Das Vi­rus zwingt Ma­na­ger, zwei­mal nach­zu­den­ken, be­vor sie in Län­der in­ves­tie­ren, in de­nen be­son­ders vie­le Men­schen in­fi­ziert sind.
Glück­li­cher­wei­se gibt es Stra­te­gi­en, um die Aus­wir­kun­gen der Epi­de­mie auf Un­ter­neh­men welt­weit zu kon­trol­lie­ren. Die Hin­wei­se ver­dich­ten sich, dass die In­ves­ti­ti­on in Pro­gram­me zur Prä­ven­ti­on und Be­hand­lung in­fi­zier­ter Mit­ar­bei­ter pro­fi­ta­bel ist: Die Ein­spa­run­gen durch die­se Pro­gram­me sind ge­rin­ger als die Kos­ten. In die­sem Bei­trag wer­den wir neue Er­kennt­nis­se über die Aus­wir­kun­gen von Aids auf Un­ter­neh­men in ei­nem der am stärks­ten be­trof­fe­nen Län­der - Süd­afri­ka - vor­stel­len und er­läu­tern, wa­rum sich Maß­nah­men für Prä­ven­ti­on und Be­hand­lung nicht nur po­si­tiv auf die all­ge­mei­ne Ge­sund­heit, son­dern auch auf das Ge­schäft aus­wir­ken.

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