Was wirklich funktioniert

MANAGEMENTMETHODEN:

HBM Oktober 2003

Der Dot­com-Boom der 90er Jah­re schi­en die Re­geln der Wirt­schaft für im­mer ver­än­dert zu ha­ben. Wer reich wer­den woll­te, be­nö­tig­te nur einen at­trak­ti­ven Bör­sen­gang, gute Ner­ven und ein fei­nes Ge­spür für Kurs­be­we­gun­gen. Un­ter­neh­mer und Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­ber ta­ten die tra­di­tio­nel­len Ge­schäfts­mo­del­le als an­ti­quiert ab. Doch wir frag­ten uns, ob sie Recht hat­ten. Über Jah­re hin­weg hat­ten wir im­mer wie­der er­lebt, wie neue Ma­na­ge­ment­kon­zep­te in ei­nem Jahr in den Him­mel ge­lobt und im nächs­ten Jahr wie­der ver­wor­fen wur­den. „Was funk­tio­niert denn nun wirk­lich?“ frag­ten wir uns. Von die­ser Neu­gier ge­trie­ben, un­ter­such­ten wir in ei­ner um­fang­rei­chen, mehr­jäh­ri­gen Stu­die über 200 Ma­na­ge­ment­me­tho­den, die 160 Un­ter­neh­men über einen Zeit­raum von zehn Jah­ren an­ge­wandt hat­ten.
Die Re­sul­ta­te über­rasch­ten uns. Meist be­ein­fluss­ten die von uns un­ter­such­ten Ma­na­ge­men­t­in­stru­men­te und -tech­ni­ken die Un­ter­neh­mens­leis­tung höchs­tens in­di­rekt. Was zähl­te, war viel­mehr ein so­li­des Ver­ständ­nis der wirt­schaft­li­chen Grund­la­gen. Die er­folg­reichs­ten Fir­men ei­ner Bran­che zeich­ne­ten sich aus­nahms­los in den vier - wie wir sie nen­nen - pri­mä­ren Ma­na­ge­ment­dis­zi­pli­nen Stra­te­gie, Aus­füh­rung, Un­ter­neh­mens­kul­tur und Struk­tur aus. Sie er­gänz­ten ihre Qua­li­tä­ten in die­sen Be­rei­chen durch her­vor­ra­gen­de Fä­hig­kei­ten in je­weils zwei der vier se­kun­dären Ma­na­ge­ment­dis­zi­pli­nen: Ta­len­te, In­no­va­ti­on, Füh­rung so­wie Fu­sio­nen und Part­ner­schaf­ten.
Wie un­se­re Stu­die er­gab, ist es bei­spiels­wei­se nicht von Be­deu­tung, ob eine Fir­ma eine Un­ter­neh­mens­soft­wa­re oder ein Sys­tem zum Ma­na­ge­ment der Kun­den­be­zie­hun­gen ein­setzt. Wich­ti­ger ist viel­mehr, dass Mit­ar­bei­ter und Ma­na­ger die aus­ge­wähl­te Tech­nik feh­ler­frei an­wen­den. Eben­falls un­er­heb­lich ist es, ob ein Un­ter­neh­men zen­tra­li­siert oder de­zen­tra­li­siert auf­ge­baut ist, so­lan­ge die Or­ga­ni­sa­ti­onss­truk­tur ein­fach ge­hal­ten ist. Die er­folg­ver­spre­chends­te Kom­bi­na­ti­on von Ma­na­ge­ment­dis­zi­pli­nen be­zeich­nen wir als 4+2-For­mel für den Un­ter­neh­mens­er­folg. Wenn ein Ma­na­ge­ment die­se For­mel kon­se­quent be­her­zigt, wird es mit ei­ner Wahr­schein­lich­keit von mehr als 90 Pro­zent über­durch­schnitt­lich er­folg­reich sein.
Die 160 Un­ter­neh­men un­se­rer Stu­die, die wir auch das Ever­green-Pro­jekt nen­nen, teil­ten wir in 40 Grup­pen ein. Die ein­zel­nen Grup­pen be­stan­den je­weils aus vier Un­ter­neh­men ei­ner ge­nau de­fi­nier­ten Bran­che. Zu Be­ginn des Stu­di­en­zeit­raums (1986 bis 1996) wa­ren die fi­nan­zi­el­len Be­din­gun­gen für alle Fir­men ei­ner Grup­pe weit­ge­hend gleich. Den­noch war de­ren Schick­sal im Be­ob­ach­tungs­zeit­raum sehr un­ter­schied­lich.

© 2003 Har­vard Busi­ness­ma­na­ger
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