Das Wagniskapital von Unternehmen sinnvoll einsetzen

HBM 5/2002

Die letz­ten Jah­re ha­ben ge­zeigt: Die In­ves­ti­ti­on von Wag­nis­ka­pi­tal in Star­tups kann ver­nünf­tig sein, ist es aber nicht im­mer. Die­ser Bei­trag stellt ein Be­wer­tungs­sche­ma vor, das großen Un­ter­neh­men bei der Ent­schei­dung hel­fen kann, ob sie in klei­ne, un­ab­hän­gi­ge Fir­men in­ves­tie­ren oder bes­ser die Fin­ger da­von las­sen soll­ten. Das Sche­ma, er­gänzt um Bei­spie­le von Mi­cro­soft, In­tel, Merck und Lu­cent, er­klärt, wa­rum man­che Kon­zer­ne an ih­ren Ven­ture-Ca­pi­tal-In­ves­ti­tio­nen nur so lan­ge fest­hal­ten, wie die­se hohe Ren­di­ten ab­wer­fen, wäh­rend an­de­re in gu­ten wie in schlech­ten Zei­ten zu ih­rem Fir­men-Port­fo­lio ste­hen. Ches­brough be­schäf­tigt sich mit vier Ka­te­go­ri­en von Wag­nis­ka­pi­tal-En­ga­ge­ments: An­trei­ber-, Aus­lö­ser-, Auf­stei­ger- und Pas­siv-In­ves­ti­tio­nen. Sie un­ter­schei­den sich ei­ner­seits durch das Mo­tiv des En­ga­ge­ments (stra­te­gi­sche Ab­sich­ten oder hohe Ren­di­ten), an­de­rer­seits durch die mehr oder we­ni­ger enge An­bin­dung an den In­ves­tor. Sein Fa­zit: Ven­ture-Ca­pi­tal-In­ves­ti­tio­nen kön­nen auf ganz un­ter­schied­li­che Ar­ten die Ent­wick­lung des ak­tu­el­len und künf­ti­gen Un­ter­neh­mens­ge­schäfts be­flü­geln. Dazu be­darf es al­ler­dings ei­ner kla­ren Sicht der
Un­ter­neh­mens­stra­te­gie und ei­ner nüch­ter­nen Ana­ly­se der Po­ten­zia­le des Start-ups.
Großun­ter­neh­men schät­zen seit lan­gem den po­ten­zi­el­len Wert von In­ves­ti­tio­nen in ex­ter­ne Start-ups. Trotz­dem schei­nen sie das The­ma häu­fi­ger falsch als rich­tig an­zu­ge­hen.
Er­in­nern Sie sich bit­te an den Hype Ende der 90er Jah­re, in neue jun­ge Fir­men zu in­ves­tie­ren - und an den has­ti­gen Rück­zug, als die Kon­junk­tur um­schlug. Er­he­bun­gen des Markt­for­schungs­in­sti­tuts Ven­ture Eco­no­mics zu­fol­ge stell­te fast ein Drit­tel der Un­ter­neh­men, die im Sep­tem­ber 2000 noch ak­tiv Ka­pi­tal in Start-ups steck­ten, nur zwölf Mo­na­te da­nach sei­ne En­ga­ge­ments wie­der ein. Im glei­chen Zeit­raum schrumpf­te die Sum­me der in Start-ups in­ves­tier­ten Kon­zern­gel­der um 80 Pro­zent. Die­ser Rück­gang war Teil des klas­si­schen Mus­ters von An­griff und Rück­zug, aber dies­mal ist der Um­schwung ge­wal­ti­ger denn je: So stie­gen die US-Kon­zern-In­vest­ments in neu ge­grün­de­te Un­ter­neh­men von 468 Mil­lio­nen Dol­lar im letz­ten Quar­tal 1998 auf 6,2 Mil­li­ar­den Dol­lar im ers­ten Quar­tal des Jah­res 2000, um im drit­ten Quar­tal 2001 wie­der auf 848 Mil­lio­nen Dol­lar ab­zu­stür­zen. Ob­wohl auch pri­va­te Ven­ture-Ca­pi­tal-An­la­gen mit dem Auf und Ab der Kon­junk­tur schwan­ken, er­wie­sen sich die Ver­än­de­run­gen der Un­ter­neh­men­sin­ves­ti­tio­nen als be­son­ders dra­ma­tisch.

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