Wie F+E-Projekte flexibel gemanagt werden

HBM 4/1997

Wie läßt sich For­schung und Ent­wick­lung er­folg­rei­cher ge­stal­ten? Em­po­wer­ment, Team­ar­beit und manch an­de­re neue Ma­na­ge­ment­tech­nik wer­den in­zwi­schen häu­fig prak­ti­ziert. Aber die Aus­ga­ben stei­gen in be­ängs­ti­gen­de Hö­hen - bei häu­fig dürf­ti­gen Er­geb­nis­sen. Was ist los? Of­fen­bar fehlt es - und das über­ra­schend oft - an ei­nem ge­konn­ten Pro­jekt- ma­na­ge­ment. Nicht nur klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men zei­gen sich von der Fül­le der heu­te ver­füg­ba­ren Ma­na­ge­ment­me­tho­den über­for­dert. Durch über­trie­ben de­tail­lier­te Plä­ne wer­den die F+E-Ab­läu­fe viel­fach über­steu­ert; selbst ISO-zer­ti­fi­zier­te Pro­zes­se al­tern un­er­war­tet rasch. Wie aus Un­ter­su­chun­gen der F+E-Pra­xis von über 30 Fir­men her­vor­geht, sind für einen Er­folg neue Wege in der Pro­jek­t­aus­wahl, -pla­nung und -or­ga­ni­sa­ti­on un­ab­ding­bar; ge­nau­so be­deut­sam ist eine be­glei­ten­de Per­so­nal­ent­wick­lung. Noch vor Pro­jekt­be­ginn müs­sen alle me­tho­di­schen Schrit­te sorg­fäl­tig auf das Vor­ha­ben ab­ge­stimmt wer­den. Die nö­ti­ge Fle­xi­bi­li­tät ge­währt ein wohl­über­leg­ter „Stu­fen­pro­zeß“.
Groß­kon­zer­ne wie Mat­sus­hi­ta und ABB kämp­fen mit wach­sen­den F+E-Kos­ten eben­so wie klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men. Längst über­stei­gen die Auf­wen­dun­gen für den Auf­bau neu­en Wis­sens die Aus­ga­ben für Sa­chin­ves­ti­tio­nen um ein Mehr­fa­ches. Ge­konn­tes F+E-Ma­na­ge­ment wird im­mer wich­ti­ger, fehlt es den Ab­läu­fen doch häu­fig an Über­sicht­lich­keit. Die Ge­fahr droht, daß die aus­ge­klü­gel­ten Pla­nungs­me­tho­den alle Krea­ti­vi­tät er­sti­cken. Die Qual der Wahl zwi­schen krea­ti­vem Cha­os und ef­fi­zi­en­ter Dis­zi­plin nimmt zu - den Aus­weg bie­tet si­tua­ti­ons­ge­rech­tes Pro­jekt­ma­na­ge­ment.
Noch steu­ern vie­le klei­ne­re Un­ter­neh­men ihre F+E wie eh und je über das F+E-Jah­res­bud­get. So ent­wi­ckelt und pro­du­ziert etwa die eng­li­sche mit­tel­stän­di­sche Fir­ma Nor­ma Pro­ducts Schel­len zur Rohr­be­fes­ti­gung im Au­to­mo­bil- und Sa­ni­tär­be­reich ohne große Pla­nungs­hil­fen. Aber von ih­ren Pro­duk­ten gibt es nur fünf Form- und acht Ma­te­ri­al­va­ri­an­ten. Die zahl­rei­chen kun­den­spe­zi­fi­schen An­pas­sungs- und Wei­ter­ent­wick­lungs­pro­jek­te lau­fen ohne Pro­jek­t­or­ga­ni­sa­ti­on und ohne Teams ab. Wenn über­haupt Pro­ze­ßin­no­va­ti­on statt­fin­det, geht es im we­sent­li­chen um den Zu­kauf neu­er Pro­duk­ti­ons­an­la­gen.
Zu­neh­men­de Kom­ple­xi­tät und Pro­dukt­viel­falt er­for­dern je­doch eine bes­se­re Ko­or­di­na­ti­on der viel­fäl­ti­gen Pro­jek­tak­ti­vi­tä­ten - durch For­ma­li­sie­rung der Pro­jekt­pro­zes­se. Die meis­ten F+E-Ab­tei­lun­gen ver­su­chen des­halb auch, ihre Pla­nung durch Pro­jek­t­auf­trags­for­mu­la­re, Un­ter­schrif­ten­re­ge­lun­gen, Pro­jekt­struk­tur­plä­ne und Pflich­ten­hef­te zu un­ter­stüt­zen.
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