Time Pacing: Den Rhythmus der Veränderung vorgeben

HBM 5/1998

Die meis­ten Un­ter­neh­men ver­fol­gen ge­gen­über ih­rem Um­feld eine Stra­te­gie der An­pas­sung. Sie rea­gie­ren auf Schach­zü­ge der Kon­kur­renz, neue Tech­ni­ken oder ver­än­der­te Kun­den­be­dürf­nis­se. Die­ses in den USA Event Pa­cing ge­nann­te Vor­ge­hen ist in sta­bi­len Märk­ten rich­tig. Aber in schnell sich ver­än­dern­den, wett­be­wer­b­sin­ten­si­ven Märk­ten ist eine an­de­re Stra­te­gie ge­fragt - Time Pa­cing. Sie wird von Un­ter­neh­men wie In­tel oder Nets­ca­pe mus­ter­gül­tig prak­ti­ziert. Die­se Fir­men steu­ern ihre Ak­ti­vi­tä­ten nach ei­nem Zeit­takt, den sie sich selbst auf­er­legt ha­ben. Bei­spiels­wei­se fol­gen sie in ih­rer Pro­dukt­ent­wick­lung ei­nem weit im vor­aus fest­ge­leg­ten Rhyth­mus, bei dem die Über­gän­ge von Pro­jekt zu Pro­jekt ge­nau cho­reo­gra­phiert sind. Brü­che, Still­stän­de und Ver­spä­tun­gen wer­den ver­mie­den. Ge­ne­rell er­zeugt die Time-Pa­cing-Stra­te­gie ein Ge­fühl für Dring­lich­keit. Und sie hilft Ma­na­gern wie Mit­ar­bei­tern, sich auf ge­mein­sa­me Zie­le zu kon­zen­trie­ren.
----------Do­ku­ment­text : ------ Im Jah­re 1965 pro­phe­zei­te Gor­don Moo­re, Mit­be­grün­der der In­tel Cor­po­ra­ti­on, die Ka­pa­zi­tät des Mi­kro­pro­zes­sor-Com­pu­ter­chips wer­de sich fort­an alle 18 Mo­na­te ver­dop­peln. Im An­schluß als Mooreïs Ge­setz be­kannt ge­wor­den, hat die Aus­sa­ge den An­klang ei­nes Na­tur­ge­set­zes. Aber das ist es kei­nes­wegs. In Wahr­heit han­delt es sich um nichts wei­ter als ein Ge­schäfts­ziel, das von den In­ge­nieu­ren und Ma­na­gern bei In­tel ver­in­ner­licht wur­de. Das Un­ter­neh­men ent­wi­ckel­te über die Jah­re im­mer neue Pro­duk­te in ei­ner Ge­schwin­dig­keit, die die Kon­kur­renz scho­ckier­te. Sei­nen Ka­pi­tal­an­le­gern er­wirt­schaf­te­te In­tel in der De­ka­de zwi­schen 1987 und 1997 den er­staun­li­chen mitt­le­ren Jah­res­er­trag von 44 Pro­zent. Noch mehr be­ein­druckt In­tels viel­leicht jüngs­ter Jah­res­ge­winn: Sei­ner Höhe nach ent­spricht er den Ge­win­nen der zehn größ­ten PC- Her­stel­ler zu­sam­men.
Na­tür­lich wird es stets nur we­ni­ge Un­ter­neh­men ge­ben, die sich ei­ner Markt­po­si­ti­on er­freu­en kön­nen wie In­tel. Den­noch kön­nen Ma­na­ger an­de­rer Fir­men von dem welt­bes­ten Chipfa­bri­kan­ten et­was sehr Wich­ti­ges ler­nen: Es ist si­cher das be­kann­tes­te - doch nicht ein­zi­ge - Un­ter­neh­men, das Time Pa­cing prak­ti­ziert. Der Aus­druck gilt ei­ner Er­folgs­stra­te­gie beim Wett­be­werb in schnell ver­än­der­li­chen, un­über­sicht­li­chen Märk­ten, mit der sich der Wech­sel in vor­aus­seh­ba­ren Zei­t­in­ter­val­len pla­nen läßt.
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