Das neue Personalwesen: Mitgestalter der Un­ter­neh­mens­zu­kunft

HBM 4/1998

Trägt die Per­so­nal­ab­tei­lung über­haupt zur Wert­schöp­fung bei? Ar­bei­tet die­se als „In­nen­be­hör­de“ ge­schmäh­te Ab­tei­lung nicht eher in­ef­fek­tiv, in­kom­pe­tent und ziem­lich kos­ten­in­ten­siv? Der­lei Vor­wür­fe tra­fen in man­chen Fäl­len ge­wiß ins Schwar­ze, doch un­ser Au­tor ist über­zeugt: Die Ar­beit der Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen ist heu­te not­wen­di­ger denn je, al­ler­dings jen­seits ih­rer kon­ven­tio­nel­len Auf­ga­ben in der Per­so­nal­be­schaf­fung und -ver­wal­tung. Das Per­so­nal­we­sen soll­te auf­ge­wer­tet wer­den, es wird dann sei­nen Bei­trag zu bes­se­ren Ge­schäfts­er­geb­nis­sen lie­fern. Wie? In ih­rem neu­en Rol­len­ver­ständ­nis wer­den Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che das Top­ma­na­ge­ment beim Um­set­zen der Ge­schäftss­tra­te­gie un­ter­stüt­zen. Sie wer­den zu Ex­per­ten für Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on und -ver­rich­tung, zu Für­spre­chern bei An­lie­gen der Be­schäf­tig­ten ge­gen­über dem Ma­na­ge­ment und zu För­de­rern des kon­ti­nu­ier­li­chen Wan­dels. Das neue Per­so­nal­we­sen ist dem Kern­auf­trag des Un­ter­neh­mens ver­pflich­tet - Kun­den und Be­schäf­tig­te zu­frie­den­zu­stel­len und den Share­hol­der Va­lue zu er­hö­hen.
----------Do­ku­ment­text : ------ Soll­ten die Un­ter­neh­men ihre Per­so­nal­ab­tei­lun­gen bes­ser ab­schaf­fen? Zu die­ser Fra­ge wur­de in den jüngs­ten Jah­ren viel ge­forscht und ge­schrie­ben. Auch bei zahl­rei­chen Fir­men­chefs war es ein stän­di­ges The­ma. In der Tat of­fen­bart die De­bat­te ernst­haf­te, weit­hin ge­teil­te Zwei­fel, ob das Per­so­nal­we­sen zur be­trieb­li­chen Leis­tung Nen­nens­wer­tes bei­trägt.
Die Zwei­fel tei­le ich, ob­wohl ich vie­le der im Per­so­nal­we­sen tä­ti­gen Leu­te schät­ze - schließ­lich war ich auf die­sem Feld über 20 Jah­re als For­scher, Hoch­schul­leh­rer und Be­ra­ter ak­tiv. Für den an­ge­schla­ge­nen Ruf der Per­so­nal­ab­tei­lun­gen gibt es gute Grün­de, denn häu­fig sind sie in­ef­fek­tiv, in­kom­pe­tent und kos­ten­in­ten­siv, kurz: Sie schmä­lern die Wert­schöp­fung. Blie­be das Per­so­nal­we­sen so, wie es sich heu­te in vie­len Un­ter­neh­men dar­bie­tet, dann müß­te ich die Fra­ge nach sei­ner Ab­schaf­fung mit ei­nem kla­ren „Ja“ be­ant­wor­ten. In Wahr­heit wird das Per­so­nal­we­sen je­doch dring­li­cher denn je ge­braucht. Die wett­be­werb­li­chen An­for­de­run­gen, de­nen sich die Ma­na­ger mit ih­ren Un­ter­neh­men jetzt und künf­tig ge­gen­über­se­hen, ver­lan­gen nach Spit­zen­leis­tun­gen. Das Be­mü­hen, sol­che Spit­zen­leis­tun­gen zu er­rei­chen -durch Kon­zen­tra­ti­on auf Lern­pro­zes­se, Qua­li­tät, Team­ar­beit und Reen­gi­nee­ring -, ist klar von der Art und Wei­se ge­prägt, in der Un­ter­neh­men sol­che Vor­ha­ben vor­an­trei­ben und wie sie ihre Leu­te be­han­deln. Bei­des sind ele­men­ta­re Auf­ga­ben der Per­so­nal­ar­beit. Um es deut­lich zu sa­gen: Das Er­rei­chen be­trieb­li­cher Spit­zen­leis­tung soll­te das Be­tä­ti­gungs­feld des Per­so­nal­we­sens sein.
Da­her lau­tet die Fra­ge für Un­ter­neh­mens­füh­rer nicht: Soll­ten wir die Per­so­nal­ab­tei­lung ab­schaf­fen? Die Fra­ge lau­tet viel­mehr: Wo­für soll­ten wir sie ein­set­zen? Die Ant­wort: Ge­ben wir ihr eine völ­lig neue Auf­ga­be und Ta­ges­ord­nung für ihre kon­kre­te Ar­beit, die sich dann nicht nur um die her­kömm­li­chen per­so­nal­po­li­ti­schen Maß­nah­men dreht, son­dern auf Er­geb­nis­se rich­tet. Das Per­so­nal­we­sen soll­te nicht durch das de­fi­niert sein, was es tut, son­dern durch das, was es be­wirkt - in Form von Er­geb­nis­sen, die den Nutz­wert des Un­ter­neh­mens für Kun­den, In­ves­to­ren und Be­schäf­tig­te er­hö­hen.
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