Wie Sie Ihr Ge­schäftsport­fo­lio flexibel gestalten

HBM 6/1999

In tur­bu­len­ten Märk­ten gilt es, höchst re­ak­ti­ons­fä­hig zu sein. Da­her brau­chen Un­ter­neh­men eine ge­schmei­di­ge Or­ga­ni- sa­ti­on und soll­ten kei­ne auf Dau­er aus­ge­leg­te Po­si­tio­nie­rung an­stre­ben. Nur ei­nes zählt: die Ge­schäfts- ein­hei­ten höchst agil und die markt­na­hen Ge­schäftspro­zes­se mög­lichst fle­xi­bel zu ma­chen. Er­reicht wer­den kann das mit so ge­nann­tem Pat­ching, ei­nem stra­te­gi­schen Vor­ge­hen, mit dem die Ge­schäfts­ein­hei­ten stän­dig neu for­miert und fo­kus­siert wer­den kön­nen - je nach den Mark­ter­for­der­nis­sen. Das Pro­ce­de­re gleicht dem Zu­sam­men­stückeln ei­ner Pat­chwork-De­cke. Dem üb­li­chen Re­or­ga­ni­sie­ren ist Pat­ching aber nicht gleich­zu­set­zen, denn es folgt ei­nem an­de­ren Denk­an­satz. Dem­zu­fol­ge taugt jede Or­ga­ni­sa­ti­onss­truk­tur nur für sehr be­grenz­te Zeit und muss stän­dig um­ge­baut wer­den. Pat­ching-Un­ter­neh­men prü­fen un­ent­wegt, ob ihre Ge­schäftstä­tig- kei­ten rich­tig auf die Ein­hei­ten ver­teilt sind, über­las­sen die Wahl der Ge­schäftss­tra­te­gie aber je­der Ein­heit selbst. An Bei­spie­len wird deut- lich, wel­che Er­folgs- fak­to­ren - und wel­che Fall­stri­cke - zum Pat­ching ge­hö­ren.
----------Do­ku­ment­text : ------ Es war 1984, als das Hew­lett-Packard-Werk in Boi­se, Ida­ho, das neue Ge­schäft mit La­ser­dru­ckern star­te­te. Die HP-Ma­na­ger hat­ten zu­nächst mit ei­nem Ab­satz von 10 000 Stück mo­nat­lich ge­rech­net; tat­säch­lich wur­de schon kur­ze Zeit nach Marktein­füh­rung die zehn­fa­che Men­ge ver­kauft. Bis Ende der 80er Jah­re ent­wi­ckel­te sich der Au­ßen­pos­ten in Ida­ho zu ei­ner Fünf-Mil­li­ar­den-Um­satz­ma­schi­ne, die nicht nur von ei­ner ein­zi­gen Dru­cker­tech­nik an­ge­trie­ben wur­de, son­dern gleich von drei­en. In­zwi­schen konn­te die­ses Ge­schäft noch auf Di­gi­tal­fo­to­gra­fie, draht­lo­sen Da­ten­aus­tausch so­wie Bild­ver­ar­bei­tung für den elek­tro­ni­schen Han­del aus­ge­wei­tet wer­den. Und es wächst im­mer noch.
Worin liegt das Er­folgs­ge­heim­nis von Boi­se? Auf der Ebe­ne des Ge­samt­un­ter­neh­mens gin­gen die HP-Chefs auf eine Wei­se vor, die wir als Pat­ching - Zu­sam­men­stückeln - be­zeich­nen. Da­bei wer­den hoch­s­pe­zia­li­sier­te, eng mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Ge­schäfts­ein­hei­ten in stän­dig ver­än­der­ten Zu­sam­men­stel­lun­gen so for­miert, dass sie auf wech­seln­de Markt­chan­cen fle­xi­bel rea­gie­ren kön­nen. Im Fal­le der La­ser­dru­cker lös­ten sie Tei­le aus dem Kern­tä­tig­keits­feld her­aus, um dar­aus neue Ge­schäfts­fel­der zu for­men, etwa für ver­netz­te Dru­cker. So konn­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen für die La­ser­dru­cker ganz auf ihr ra­pi­de wach­sen­des Ge­schäft kon­zen­trie­ren.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
0
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
14
Zeichen:
52.089
Nachdrucknummer:
199906072
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
ANZEIGE
Nach oben