Wachsen aus eigener Kraft - wie schnell geht das?

HBM 6/2001

Ohne die nö­ti­gen li­qui­den Mit­tel, das steht fest, las­sen sich kei­ne hö­he­ren Um­sät­ze und meist auch kei­ne hö­he­ren Ge­win­ne er­wirt­schaf­ten. Wie viel Li­qui­di­tät braucht ein Un­ter­neh­men je­doch, um ein Wachs­tum im er­streb­ten Aus­maß tat­säch­lich zu stem­men? Im­mer­hin sind vie­le Fäl­le be­kannt, in de­nen es trotz er­kleck­li­cher Um­satz­stei­ge­run­gen zu erns­ten Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten kam. Die Auf­ga­be für das Ma­na­ge­ment lau­tet da­her: Un­be­dingt für das rech­te Gleich­ge­wicht sor­gen zwi­schen ge­ne­rier­ten und ver­aus­gab­ten li­qui­den Mit­teln. Bis zu wel­chem Grad das Wachs­tum des Un­ter­neh­mens selbst fi­nan­zier­bar bleibt - ohne dass Zah­lungs­un­fä­hig­keit oder Ab­hän­gig­keit von ex­ter­nen Geld­ge­bern zu be­fürch­ten ist - kann mit der Me­tho­de der Au­to­ren ex­akt be­rech­net wer­den.
Je­der weiß es: Zur Grün­dung ei­nes Un­ter­neh­mens sind li­qui­de Mit­tel nö­tig und noch mehr beim an­schlie­ßen­den Wachs­tum - für Be­trie­bs­ka­pi­tal, für An­la­gen und Aus­rüs­tun­gen so­wie zur De­ckung der be­trieb­li­chen Auf­wen­dun­gen. Aber nur we­ni­ge Leu­te be­grei­fen, wa­rum selbst ei­nem er­trags­star­ken Un­ter­neh­men, das schnell wach­sen möch­te, die flüs­si­gen Mit­tel aus­ge­hen kön­nen - so­gar wenn sich sei­ne Pro­duk­te äu­ßerst er­folg­reich ver­kau­fen. Es gilt, die Aus­ga­ben- und Ein­nah­men­strö­me ge­nau auf­ein­an­der ab­zu­stim­men. Falls das nicht ge­lingt, kann selbst ein flo­rie­ren­des Un­ter­neh­men bald aus dem Ge­schäft sein - als Op­fer sei­nes ei­ge­nen Er­folgs.
Glück­li­cher­wei­se gibt es eine ein­fa­che Me­tho­de, jene Wachs­tums­ra­te zu be­rech­nen, die eine Fir­ma aus ih­rer lau­fen­den Ge­schäftstä­tig­keit her­aus auf­recht­er­hal­ten kann, so­wie um­ge­kehrt auch den Punkt, an dem sie ihr Ge­schäft an­pas­sen oder neu­es Ka­pi­tal zur Fi­nan­zie­rung ih­rer Um­satz­ex­pan­si­on auf­trei­ben soll­te. Wir wer­den hier einen me­tho­di­schen An­satz zur Steue­rung des Wachs­tums vor­stel­len, bei dem drei wich­ti­ge Fak­to­ren in Be­tracht ge­zo­gen wer­den:
w Der Kreis­lauf der li­qui­den Mit­tel (KLM) bei ei­ner Fir­ma. Die­ser so ge­nann­te Ope­ra­ting Cash Cy­cle, den es bei je­dem Er­wer­bs­un­ter­neh­men gibt, ist die Zeit­span­ne, in der die Mit­tel in La­ger­be­stän­den und an­de­ren Pos­ten des Um­lauf­ver­mö­gens ge­bun­den sind, be­vor Kun­den für die emp­fan­ge­nen Wa­ren und Ser­vice­leis­tun­gen be­zah­len.
w Die Sum­me an li­qui­den Mit­teln, die zur Fi­nan­zie­rung von Um­sät­zen be­nö­tigt wird, ein­schließ­lich Be­trie­bs­ka­pi­tal und be­trieb­li­cher Auf­wen­dun­gen.
w Der Be­trag an li­qui­den Mit­teln, der durch je­den Dol­lar Um­satz ge­ne­riert wird.

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