„Wer gefallen will, gefällt nicht“

HBM Februar 2019

Herr Hött­ges, wie be­rei­ten Sie sich auf eine Rede vor Pu­bli­kum vor? Was ist das Wich­tigs­te?
HÖTT­GES Ich kom­me im­mer vom In­halt. Die bes­te Vor­be­rei­tung ist die Aus­ein­an­der­set­zung da­mit. Die ei­gent­li­che Rede macht dann nur noch 10 Pro­zent aus. Ich möch­te, dass Men­schen, die sich die Zeit neh­men, mir zu­zu­hö­ren, da­bei et­was Neu­es er­fah­ren oder eine neue Per­spek­ti­ve er­hal­ten. Und wenn man ganz ehr­lich ist, wol­len die meis­ten Men­schen ir­gend­wie un­ter­hal­ten wer­den. Es ist also im­mer hilf­reich, wenn Sie das Gan­ze nicht bierernst ver­pa­cken.

Gibt es in Ih­rer Kar­rie­re einen Vor­trag, der Ih­nen als be­son­ders gut oder be­son­ders schlecht ge­lun­gen in Er­in­ne­rung ge­blie­ben ist? Was ha­ben Sie aus die­ser Er­fah­rung ge­lernt?
HÖTT­GES Ich habe bei­de Er­fah­run­gen ge­macht, aber ge­lernt habe ich das­sel­be. Ers­tens muss die Rede dem Pu­bli­kum ge­fal­len, nicht dem Red­ner. Es ist wie im Ge­schäft: Sie müs­sen sich in den Kun­den rein­den­ken. Wel­cher In­halt ist re­le­vant? In wel­cher At­mo­sphä­re oder zu wel­cher Ta­ges­zeit fin­det die Rede statt? Mor­gens kön­nen Sie in­halt­li­cher re­den, abends muss es un­ter­halt­sa­mer sein. Zwei­tens, und dar­in liegt ein leich­ter Wi­der­spruch: Wer ge­fal­len will, ge­fällt nicht. Der Ver­such, den Leu­ten nach dem Mund zu re­den, funk­tio­niert nicht. Mei­ne bes­ten Vor­trä­ge wa­ren ei­gent­lich im­mer in­halt­lich klug be­grün­de­te Ge­gen­re­den zu vor­herr­schen­den Mei­nun­gen.

Mit Tim Hött­ges sprach HBM-Re­dak­teur Ing­mar Höh­mann.
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