Stellen Sie Mütter ein!

KOMMENTAR:

HBM Juni 2018

Vor knapp drei Jah­ren in­ter­view­ten wir eine Be­wer­be­rin für eine Füh­rungs­po­si­ti­on. Sie war um die 30 Jah­re alt, war kurz da­vor zu hei­ra­ten und hat­te kei­ne Kin­der. Ei­ni­ge un­se­rer er­fah­re­nen – auch weib­li­chen – In­ter­view­er wa­ren skep­tisch, ob wir sie ein­stel­len soll­ten. Sie un­ter­stell­ten ihr ein ho­hes Ri­si­ko, dass sie dem­nächst schwan­ger wer­den könn­te. Ich war er­staunt. Wie kön­nen so­gar Frau­en ge­gen eine viel­ver­spre­chen­de Kan­di­da­tin stim­men, nur weil sie ge­ge­be­nen­falls schwan­ger wer­den könn­te? Wie kön­nen wir künf­ti­ge Müt­ter prä­ven­tiv so dis­kri­mi­nie­ren?
Eine sol­che Vor­ver­ur­tei­lung jun­ger Frau­en im ge­bär­fä­hi­gen Al­ter gras­siert eben nicht nur un­ter Män­nern, son­dern auch un­ter Frau­en. Dazu ge­sel­len sich My­then über häu­fi­ge Krank­mel­dun­gen, Kom­pli­ka­tio­nen im Be­trie­b­sab­lauf durch Teil­zeit­mit­ar­bei­te­rin­nen oder ge­stei­ger­te Be­trie­bs­kos­ten. Sol­che Vor­ur­tei­le ha­ben hand­fes­te Fol­gen für die Be­trof­fe­nen: Ver­ein­zelt wer­den Frau­en so­fort ge­feu­ert, so­bald sie aus der El­tern­zeit zu­rück­keh­ren, in der Re­gel wer­den sie auf schlech­te­re Po­si­tio­nen ge­scho­ben.
Be­vor wir über The­men wie New Work spre­chen, soll­ten wir uns erst ein­mal ei­nem wich­ti­ge­ren The­ma wid­men: Wir müs­sen auf­hö­ren, die Hälf­te un­se­rer Ge­sell­schaft im Al­ter von 25 bis 40 Jah­ren zu dis­kri­mi­nie­ren. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihre Vor­ur­tei­le über Bord wer­fen und In­itia­ti­ve für Frau­en in ih­rer Fir­ma zei­gen. Denn es lohnt sich. Wir ha­ben es selbst er­fah­ren.
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