Theater im Office

FALLSTUDIE:

HBM Januar 2018

Di­cke Flo­cken wir­bel­ten im fah­len Ta­ges­licht um­her und bil­de­ten eine neue Schicht Schnee auf dem Dach des Roh­baus. Der Win­ter­ein­bruch sorg­te seit Ta­gen für einen Bau­stopp, ob­wohl nur noch we­ni­ge Au­ßen­ar­bei­ten zu ma­chen wa­ren.
Ro­man Fass­ber­ger at­me­te tief aus und wen­de­te sei­nen Blick wie­der weg vom Fens­ter auf den großen Bo­gen Pa­pier, den er kurz zu­vor von der In­nen­ar­chi­tek­tin An­ett Blu­me be­kom­men hat­te. Dar­auf war in vie­len bun­ten Far­ben und Stri­chen ihre er­neut über­ar­bei­te­te Vor­stel­lung von der In­nen­ge­stal­tung des An­baus zu se­hen. „So schön es aus­sieht, aber der Ent­wurf wird be­stimmt für viel Un­ru­he sor­gen“, dach­te Fass­ber­ger und ver­such­te sich vor­zu­stel­len, wie sei­ne Mit­ar­bei­ter nach­her bei der Prä­sen­ta­ti­on rea­gie­ren wür­den, wenn sie erst­mals einen Blick auf ihr neu­es Büro wer­fen wür­den.
Ro­man Fass­ber­ger war Ab­tei­lungs­lei­ter „Brett“ beim Her­stel­ler für Lo­gik­spie­le Hap­py Time aus dem schles­wig-hol­stei­ni­schen Glücks­burg. Zu­sam­men mit der Ga­mes-Ab­tei­lung soll­te er in den An­bau zie­hen, da­mit die Pro­dukt­ent­wick­lung künf­tig stär­ker Hand in Hand ar­bei­te­te. So sah je­den­falls die Vor­ga­be von Fir­men­chef Sven Jen­sen aus, der ex­tra die Un­ter­neh­mens­be­ra­tung MSo­lu­ti­ons en­ga­giert hat­te, um die Ef­fi­zi­enz in der Pro­dukt­ent­wick­lung zu stei­gern und, wie es hieß, „den Dia­log über Ab­tei­lungs­gren­zen zu för­dern“. Ein Er­wei­te­rungs­bau muss­te her, denn nicht nur Fass­ber­gers Ab­tei­lung, son­dern auch der Ga­mes-Be­reich wa­ren in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kräf­tig ex­pan­diert. Ob­wohl die App-Spie­le für Er­wach­se­ne und Kin­der in­zwi­schen größ­ter Um­satz­brin­ger wa­ren, hat­te sich das Ge­schäft mit klas­si­schen Lo­gik­spie­len aus Holz oder Plas­tik in den ver­gan­ge­nen Jah­ren er­staun­lich gut ent­wi­ckelt. „Brett­spie­le gibt es seit fast 5000 Jah­ren“, pfleg­te Un­ter­neh­mens­chef Jen­sen zu sa­gen, wenn wie­der ein­mal To­ten­ge­sän­ge über die klas­si­sche Spie­le­bran­che an­ge­stimmt wur­den. Of­fen­bar stand bei den Kun­den die Hap­tik der Spiel­stei­ne und das ge­naue Be­ob­ach­ten der Spiel­geg­ner noch hoch ge­nug im Kurs.
Es klopf­te an Fass­ber­gers Tür und so­gleich schau­te Gerd Ehr­lich, Ab­tei­lungs­lei­ter Ga­mes, durch die Tür. „Moin Ro­man, hast du kurz Zeit, mit mir noch mal einen Blick auf den Plan zu wer­fen?“
„Komm rein, Gerd, ich habe auch ge­ra­de die neues­te Ver­si­on von An­ett er­hal­ten.“
Fass­ber­ger roll­te das große Pa­pier auf sei­nem Be­spre­chungs­tisch aus. „Schau, An­ett hat in die­ser Ecke die Schreib­ti­sche neu an­ge­ord­net. Da­durch gibt es nun mehr Fens­ter­plät­ze. Und hier vor der Kü­chen­zei­le hat sie noch mehr Steh­ti­sche plat­ziert; jetzt auch in ei­nem fri­schen Grün.“
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