So reagieren sie richtig

HBM Januar 2018

Sie ken­nen si­cher die­sen Mo­ment: Sie füh­ren ge­ra­de ein wich­ti­ges Ge­spräch mit ei­nem Kol­le­gen, Kun­den oder Ih­rem Chef und möch­ten et­was Pas­sen­des er­wi­dern, aber ir­gend­wie bleibt es zwi­schen Ge­hirn und Mund ste­cken. Eine sol­che Läh­mung tritt auf, wenn das Ge­hirn durch Sor­gen oder Druck von au­ßen plötz­lich über­for­dert wird. Das hat Sian Bei­lock, Prä­si­dent des Bar­nard Col­le­ge und Au­tor des Bu­ches „Cho­ke“, her­aus­ge­fun­den. Sie sind dann nicht in der Lage, auf eine men­ta­le, psy­cho­lo­gi­sche oder emo­tio­na­le Her­aus­for­de­rung zu rea­gie­ren, und schei­tern im ent­schei­den­den Mo­ment.
Vie­le Men­schen er­le­ben sol­che Si­tua­tio­nen am Ar­beits­platz. Aber es gibt be­stimm­te Sät­ze, die Sie für die­se Fäl­le pa­rat hal­ten kön­nen. Rich­ten Sie Ihre Re­ak­ti­on dar­auf aus und än­dern Sie die Si­tua­ti­on, um die Kon­trol­le wie­der­zu­er­lan­gen.

Si­tua­ti­on 1
Sie ha­ben eine Idee, aber je­mand an­ders heimst die Lor­bee­ren ein.
Ka­tie ist COO im Gast­ge­wer­be. Sie hat einen schar­fen stra­te­gi­schen Ver­stand. Ei­nes Ta­ges emp­fiehlt sie den Vor­stands­kol­le­gen, sich auf eine neue Tal­ent­stra­te­gie ein­zu­las­sen. Die Idee stößt auf Wi­der­stand. Dann for­mu­liert Dave, der IT-Lei­ter, ihre Idee mit sei­nen ei­ge­nen Wor­ten neu und er­fährt Un­ter­stüt­zung vom Rest des Vor­stands für „sei­ne“ Idee.
Es kommt nicht dar­auf an, ob die­se Si­tua­ti­on ein­tritt, son­dern wann: Sie brin­gen Ihre Idee kom­pe­tent auf den Punkt. Sie wird aber nicht an­er­kannt oder als lücken­haft ab­ge­lehnt. Mi­nu­ten oder Tage spä­ter gibt ein Kol­le­ge oder Ma­na­ger Ihre Idee als sei­ne ei­ge­ne aus, wie­der­holt sie na­he­zu iden­tisch und wird da­für ge­lobt.
Was Sie sa­gen soll­ten: „Dan­ke, dass Sie mei­ne Idee auf­ge­grif­fen ha­ben.“
Wa­rum es funk­tio­niert: Mit Ge­las­sen­heit aus­ge­spro­chen,
● ver­hin­dert es, dass Sie als klein­lich da­ste­hen, weil Sie den Ide­en­klau zur Spra­che brin­gen.
● er­mög­licht es Ih­nen, wie­der Herr Ih­rer Idee zu wer­den, ohne je­man­den bloß­zu­stel­len.
● ge­win­nen Sie die Ober­hand zu­rück, wenn Sie die An­ge­le­gen­heit mit ei­nem Vor­ge­setz­ten be­spre­chen.
● er­mög­licht es Ih­nen grö­ße­re Ei­gen­ver­ant­wor­tung, wenn Sie Ihre Idee an­de­ren vor­stel­len.
Ka­tie rea­gier­te, als wäre nichts ge­we­sen. „Dan­ke, dass du mei­ne Idee auf­ge­grif­fen hast, Dave. Es gibt noch ein paar an­de­re The­men, die wir in die­sem Zu­sam­men­hang in Be­tracht zie­hen soll­ten.“ Die Grup­pe kon­zen­trier­te ihre Auf­merk­sam­keit wie­der auf Ka­tie und hör­te ihr wei­ter zu.
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