CEOs: Gefeuert oder gegangen?

HBM Januar 2018

Zu den häu­figs­ten Eu­phe­mis­men in der Un­ter­neh­mens­welt zählt die Be­kannt­ma­chung, dass eine Füh­rungs­kraft ihr Amt auf­ge­be, um „mehr Zeit mit der Fa­mi­lie zu ver­brin­gen“. Die meis­ten Be­ob­ach­ter in­ter­pre­tie­ren dies als Hin­weis dar­auf, dass der Ma­na­ger ge­feu­ert wur­de. Doch si­cher kön­nen sie sich da­bei nicht sein. Für sol­che Fäl­le hat der Frank­fur­ter Fi­nanz­jour­na­list Da­niel Schau­ber den „Push-out Sco­re“ ent­wi­ckelt, ein Ana­ly­se­in­stru­ment, das ab­zu­schät­zen hilft, ob ein Ab­gang frei­wil­lig war oder un­frei­wil­lig. Es stützt sich auf öf­fent­lich zu­gäng­li­che Da­ten aus neun Di­men­sio­nen, dar­un­ter Form und Län­ge der Be­kannt­ma­chung, of­fi­zi­ell ge­nann­ter Grund, Al­ter und Be­schäf­ti­gungs­dau­er der schei­den­den Füh­rungs­kraft, Zeit­raum zwi­schen Be­kannt­ga­be und tat­säch­li­chem Aus­schei­den so­wie die Nach­fol­ge­re­ge­lung. Mit­hil­fe von Schau­bers Tool ha­ben For­scher aus St­an­ford und Mel­bour­ne von No­vem­ber 2016 bis April 2017 ins­ge­samt 226 Push-out Sco­res für CEO-Ab­gän­ge er­mit­telt. Da­bei zeig­te sich, dass 43 der CEOs ver­mut­lich ge­feu­ert wur­den und 72 wohl aus ei­ge­nem An­trieb das Un­ter­neh­men ver­lie­ßen. Der Rest der Fäl­le ließ sich nicht ein­deu­tig zu­ord­nen.

Quel­le: Ian D. Glow et al.: „Re­ti­red or Fi­red: How Can In­ves­tors Tell If a CEO Was Pres­su­red to Lea­ve?“, St­an­ford Clo­ser Look Se­ries, 2017; „Push-Out Sco­re: The Num­ber You Need to Know“, Ex­change, 2017
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