Topmanagement: Sind Juristen die besseren CEOs?

HBM November 2017

Die US-Bank Wells Far­go ist im­mer wie­der mit Skan­da­len in den Schlag­zei­len. Zu­letzt ging das Ge­rücht um, dass Tau­sen­de Kun­den ohne ihr Wis­sen ver­si­chert wur­den; zahl­rei­che Kla­gen sind an­hän­gig. Die di­rek­te Kon­kur­ren­tin, die Bank of Ame­ri­ca, stei­gert da­ge­gen re­la­tiv skan­dal­frei wei­ter Um­satz und Ge­winn. Auf der Su­che nach Grün­den für sol­che Un­ter­schie­de hat­te eine Grup­pe von US-For­schern um M. Todd Hen­der­son, Jura­pro­fes­sor an der Law School der Uni­ver­si­tät Chi­ca­go, einen Ver­dacht: Es könn­te an der Aus­bil­dung der CEOs lie­gen. Wäh­rend Wells Far­go seit Jah­ren von MBA-Ab­sol­ven­ten ge­lei­tet wird, sitzt mit Bri­an Moy­ni­han seit 2010 ein Ju­rist an der Spit­ze der Bank of Ame­ri­ca. Wo­mög­lich, so ver­mu­te­ten die For­scher, un­ter­schei­det sich die Grund­stim­mung in bei­den Füh­rungs­eta­gen von­ein­an­der, denn BWL und Jura ver­mit­teln ein je­weils an­de­res Ver­ständ­nis vom Um­gang mit Ri­si­ken. Kon­zen­trie­ren sich Ju­ris­ten vor al­lem auf die Nach­tei­le be­stimm­ter Hand­lun­gen, setzt die BWL-Aus­bil­dung eher auf ein ri­si­ko­af­fi­nes Vor­ge­hen im Sin­ne des Share­hol­der-Va­lue. Und so un­ter­such­ten die For­scher das Ver­hal­ten von 3500 CEOs, dar­un­ter 9 Pro­zent Ju­ris­ten, und ver­g­li­chen de­ren Ver­hal­ten mit dem von CEOs mit an­de­ren Ab­schlüs­sen. Au­ßer­dem wer­te­ten sie rund 70 000 Kla­gen ge­gen die 2400 Un­ter­neh­men der un­ter­such­ten CEOs aus.

Quel­le: M. Todd Hen­der­son et al.: „La­wyer CEOs“, SSRN, Fe­bru­ar 2017
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