HR neu denken

HBM Juli 2017

Manch­mal ge­winnt die Dy­na­mik ei­ner Ver­än­de­rung der­art an Fahrt, dass sich Men­schen ver­wun­dert die Au­gen rei­ben. Ein Bei­spiel ist der Tech­no­lo­gie­kon­zern Hera­eus: Des­sen Per­so­nal­ab­tei­lung be­kommt von CEO Jan Rin­nert die Auf­ga­be, al­les – also alle Funk­tio­nen, Rol­len, Tools – nach dem Kun­den aus­zu­rich­ten. Plötz­lich müs­sen die Per­so­na­ler die Per­spek­ti­ve des Mit­ar­bei­ters ein­neh­men: Wie er­lebt der Kun­de den Kon­takt mit uns? Dies ist eine der Maß­nah­men, mit de­nen Rin­nert die Ab­tei­lung Hu­man Re­sources (HR) zum Mo­tor der Trans­for­ma­ti­on im Un­ter­neh­men um­bau­en will (sie­he In­ter­view rechts).
Das Vor­ge­hen von Hera­eus ist längst nicht Stan­dard im Per­so­nal­we­sen deut­scher Un­ter­neh­men. Aus den Vor­stand­se­ta­gen kom­men noch ei­ni­ge be­harr­li­che Stim­men, wie eine neue Stu­die des Bun­des­ver­bands der Per­so­nal­ma­na­ger (BPM), der Be­ra­tun­gen Egon Zehn­der und Bo­ston Con­sul­ting Group (BCG) so­wie der Qua­d­ri­ga Hoch­schu­le Ber­lin zeigt. Ei­ni­ge der be­frag­ten Füh­rungs­kräf­te be­zeich­nen HR nur als „Dienst­leis­tung im Kon­zern“, mes­sen ihr „kei­ne stra­te­gi­sche Wich­tig­keit“ bei und be­trach­ten sie als eine Ab­tei­lung, in der „alle noch zu sehr in Struk­tu­ren ge­fan­gen“ sind.
Die Stu­die mit dem Ti­tel „Rethin­king HR“ zeigt au­ßer­dem, dass nicht nur an­de­re Un­ter­neh­mens­be­rei­che die Per­so­nal­ab­tei­lung für un­fä­hig und we­nig wich­tig hal­ten: Auch die rund 1360 be­frag­ten Per­so­na­ler räum­ten ein, nicht die nö­ti­gen Kom­pe­ten­zen für die Her­aus­for­de­run­gen der Zu­kunft zu be­sit­zen. In we­ni­ger als ei­nem Zehn­tel der Un­ter­neh­men at­tes­tiert sich HR selbst eine hohe bis sehr hohe Kom­pe­tenz in den re­le­van­ten Be­rei­chen. „Es be­fin­den sich schon ei­ni­ge Un­ter­neh­men in grö­ße­rer HR-Trans­for­ma­ti­on“, sagt Rai­ner Strack, Se­ni­or Part­ner und Ma­na­ging Di­rec­tor bei BCG, „aber es gibt hier eben auch noch vie­le deut­sche Ei­chen, die eher HR aus dem 20. Jahr­hun­dert be­trei­ben.“

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