Eine kurze Geschichte des Per­sön­lich­keits­tests

DIAGNOSTIK

HBM Juni 2017

Usprüng­lich wur­den Per­sön­lich­keits­tests wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs von der ame­ri­ka­ni­schen Ar­mee ein­ge­setzt, um vor­aus­zu­sa­gen, wel­che Sol­da­ten eine „Schüt­zen­gra­ben­neu­ro­se“ ent­wi­ckeln wür­den und wel­che nicht. Heu­te sind die Ent­wick­lung und der Ver­trieb von Per­sön­lich­keits­tests ein rund 500 Mil­lio­nen Dol­lar schwe­res Ge­schäft mit ei­ner ge­schätz­ten jähr­li­chen Wachs­tums­ra­te von 10 bis 15 Pro­zent. Jahr für Jahr un­ter­zie­hen sich Mil­lio­nen von Ar­beits­kräf­ten sol­chen As­sess­ments, die Ar­beit­ge­bern die Qual der Per­so­nal­aus­wahl er­leich­tern und ih­nen hel­fen, die Ko­ope­ra­ti­on und Team­ar­beit in ih­rem Un­ter­neh­men zu ver­bes­sern und be­frie­di­gen­de Kar­rie­re­we­ge für neue Be­wer­ber zu fin­den.
Un­um­strit­ten ist die­se Per­sön­lich­keits­dia­gno­s­tik al­ler­dings nicht. Neue­ren Ge­richts­ur­tei­len zu­fol­ge sind ei­ni­ge die­ser Per­sön­lich­keits­tests für be­stimm­te Grup­pen von Ar­beits­kräf­ten, die be­son­de­ren Schutz ver­die­nen (vor al­lem Be­hin­der­te), so­gar dis­kri­mi­nie­rend. Un­ter­su­chun­gen zei­gen, dass die Vor­stel­lun­gen, die vie­le Per­so­nal­ma­na­ger von Per­sön­lich­keits-As­sess­ments ha­ben, nicht dem ak­tu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­stand ent­spre­chen. Und Ma­na­ge­men­t­ex­per­ten hal­ten es oh­ne­hin für pro­ble­ma­tisch, sich zu stark auf un­ter­schied­li­che Per­sön­lich­keitss­truk­tu­ren zu fi­xie­ren und dar­in eine Haupt­ur­sa­che für Kon­flik­te am Ar­beits­platz zu se­hen: Denn das könn­te dazu füh­ren, dass die Ma­na­ger ihre ei­ge­ne wich­ti­ge Rol­le un­ter­schät­zen. Denn sie müs­sen ge­eig­ne­te Vor­aus­set­zun­gen schaf­fen, da­mit ein Team er­folg­reich sein kann – un­ab­hän­gig da­von, aus wel­chen Per­sön­lich­keit­s­ty­pen es be­steht.
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