Marketing: Der Reiz des Crowdsourcing

HBM Mai 2017

Un­ter­neh­men wis­sen schon lan­ge, dass Kun­den- und Nut­zer­com­mu­ni­tys gute Ide­en für neue Pro­duk­te lie­fern. Ein For­scher­team um den Wie­ner Mar­ke­ting­pro­fes­sor Mar­tin Schrei­er und sei­nen Kol­le­gen Chri­stoph Fuchs von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen fand jetzt her­aus, dass es sich noch aus ei­nem an­de­ren Grund lohnt, auf Crowd­sour­cing zu set­zen: Kun­den sprin­gen dar­auf an. Zu­sam­men mit der ja­pa­ni­schen Ein­zel­han­dels­ket­te Muji un­ter­such­ten die Wis­sen­schaft­ler, wie sich of­fen­siv ver­mark­te­tes Crowd­sour­cing auf den Ab­satz der Pro­duk­te aus­wirkt. Für ih­ren Feld­ver­such wähl­ten sie eine Bre­zel mit So­ja­ge­schmack und einen Alarm­ge­ber. Bei­de Pro­dukt­neu­hei­ten gin­gen auf Kun­de­ni­de­en zu­rück. Der Snack und der Si­cher­heit­s­alarm ver­kauf­ten sich um rund 20 Pro­zent bes­ser, wenn Muji da­mit warb, dass sie auf Crowd­sour­cing ba­sier­ten. Of­fen­bar ge­hen Kun­den da­von aus, dass von an­de­ren Ver­brau­chern ent­wi­ckel­te Pro­duk­te auch ih­ren ei­ge­nen An­for­de­run­gen be­son­ders gut ent­spre­chen. „Crowd­sour­cing er­öff­net also nicht nur gute Mög­lich­kei­ten, neue Pro­duk­te zu ent­wi­ckeln, son­dern lässt sich auch er­folg­reich im Mar­ke­ting ein­set­zen“, so die For­scher. „Viel­leicht fin­den wir schon bald den Hin­weis ,von Kun­den ent­wi­ckelt' auf Ver­pa­ckun­gen – so wie wir es schon von ,Bio' oder ,Hand­ar­beit' ken­nen.“

Quel­le: Hi­de­hi­ko Nis­hi­ka­wa et al.: „The Va­lue of Mar­ke­ting Crowd­sour­ced New Pro­ducts as Such: Evi­dence from Two Ran­do­mi­zed Field Ex­pe­ri­ments“, Jour­nal of Mar­ke­ting Re­se­arch
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