Start-ups sterben jung

WETTBEWERB:

HBM Mai 2017

Es ist eine die­ser Sta­tis­ti­ken, die auf Kon­fe­ren­zen stän­dig er­wähnt wird: 80 Pro­zent der Un­ter­neh­men, die es vor 1980 gab, sol­len heu­te an­geb­lich nicht mehr exis­tie­ren – und wei­te­re 17 Pro­zent, so heißt es, wür­den die kom­men­den fünf Jah­re nicht über­le­ben. Vi­jay Go­vin­dar­a­jan von der Tuck School of Busi­ness am Dart­mouth Col­le­ge in New Hamps­hi­re, USA, hat­te die­se Ge­schich­te in so vie­len Va­ri­an­ten ge­hört, dass er ir­gend­wann be­gann, sie selbst zu er­zäh­len – ob­wohl er nicht wuss­te, ob die Zah­len stimm­ten und, wenn ja, wa­rum. Also be­schlos­sen er und sein Kol­le­ge Anup Sri­va­sta­va, die Le­bens­dau­er von Un­ter­neh­men ge­nau­er un­ter die Lupe zu neh­men.
In der Ver­gan­gen­heit hat­ten Wis­sen­schaft­ler be­reits die Über­le­bens­ra­ten der „For­tu­ne“-500- und der S&P-500-Un­ter­neh­men un­ter­sucht. Die Tuck-Pro­fes­so­ren gin­gen je­doch weit dar­über hin­aus: Sie be­rück­sich­tig­ten alle 29 688 Fir­men, die von 1960 bis 2009 an US-Bör­sen ge­lis­tet wa­ren. Sie teil­ten sie nach dem Zeit­punkt ih­rer Bör­sen­zu­las­sung in Zehn-Jah­res-Ko­hor­ten auf und un­ter­such­ten, wie vie­le aus je­der Ko­hor­te fünf Jah­re spä­ter noch exis­tier­ten.
Ihre Stu­die be­stä­tigt die Ver­mu­tung, dass die Le­bens­dau­er von Un­ter­neh­men sinkt: Fir­men, die vor 1970 ihre Bör­sen­zu­las­sung er­hiel­ten, hat­ten eine 92-pro­zen­ti­ge Chan­ce, die nächs­ten fünf Jah­re zu über­ste­hen. Für alle, die zwi­schen 2000 und 2009 ge­lis­tet wur­den, be­stand je­doch nur noch eine 63-pro­zen­ti­ge Chan­ce – selbst wenn die For­scher ihre Er­geb­nis­se um den Ein­fluss der ge­platz­ten In­ter­net­bla­se und der Fi­nanz­kri­se 2007/2008 be­rei­nig­ten.

Vi­jay Go­vin­dar­a­jan, Anup Sri­va­sta­va: „Stra­t­egy When Crea­ti­ve De­struc­ti­on Ac­ce­le­ra­tes“, Wor­king Pa­per
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