Die Macht der Sterne

WETTBEWERB:

HBM April 2017

Ein Michelin–Stern gilt in fei­nen Re­stau­rants all­ge­mein als die ul­ti­ma­ti­ve Aus­zeich­nung für Spit­zen­leis­tung. Er zieht Gäs­te an, die be­reit sind, Hun­der­te von Euro pro Per­son zu zah­len. Bran­chen­frem­den ist je­doch oft nicht be­wusst, wie viel nö­tig ist, um einen Stern zu be­kom­men und ihn zu be­hal­ten. So be­kla­gen die Kö­che, dass Mi­che­lin dem Fak­tor „Kon­sis­tenz“ Vor­rang ein­räumt. Das be­deu­tet, wer be­reits einen Michelin–Stern be­sitzt, muss auf Ex­pe­ri­men­te ver­zich­ten. Dar­über hin­aus er­war­tet Mi­che­lin von den Re­stau­rants, dass sie be­stimm­te Stan­dards be­züg­lich der Ein­rich­tung ein­hal­ten, eine um­fang­rei­che Spei­se­kar­te vor­wei­sen, einen gut sor­tier­ten Wein­kel­ler und viel Per­so­nal. Je­der Fak­tor für sich kann rui­nös teu­er sein. Man­che Re­stau­rant­be­trei­ber kom­men da­her zu dem Schluss, dass die durch Michelin–Sterne er­höh­te Nach­fra­ge die zu­sätz­li­chen Kos­ten und Ein­schrän­kun­gen nicht wert ist. Ei­ni­ge ha­ben ihre Ster­ne so­gar schon zu­rück­ge­ge­ben.
Vie­le an­de­re Bran­chen – von der Au­to­in­dus­trie über die Un­ter­hal­tungs­elek­tro­nik bis zu Ban­ken und der Wein­pro­duk­ti­on – wer­den von ähn­li­chen Be­wer­tungs­sys­te­men be­ein­flusst. Die­se Me­cha­nis­men rei­chen von ei­ner Ver­brau­cher­re­zen­si­on auf dem Be­wer­tungs­por­tal Yelp bis zu ei­ner for­ma­len Be­wer­tung in Zeit­schrif­ten wie der der Stif­tung Wa­ren­test, mit Aus­sa­gen zur Bran­che, ih­ren Pro­duk­ten und den Un­ter­neh­men. Er­gänzt wird dies oft durch Bes­ten­lis­ten, Punk­te­wer­tun­gen, Zer­ti­fi­ka­te und Aus­zeich­nun­gen.
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