Sozial und profitabel – das geht

NACHHALTIGKEIT:

HBM März 2017

Unter­neh­men ha­ben sich in der Ver­gan­gen­heit nur sel­ten als Mo­tor des ge­sell­schaft­li­chen Wan­dels ver­stan­den. Doch der Zu­sam­men­hang zwi­schen so­zia­lem Fort­schritt und ge­schäft­li­chem Er­folg wird im­mer of­fen­sicht­li­cher. Hier­zu ei­ni­ge Bei­spie­le: Das ers­te um­fang­rei­che Pro­gramm zur Dia­gno­se und Be­hand­lung von HIV/Aids in Süd­afri­ka hat der mul­ti­na­tio­na­le Berg­bau­kon­zern Anglo Ame­ri­can ins Le­ben ge­ru­fen, der da­mit sei­ne Ar­bei­ter bes­ser schüt­zen und Fehl­zei­ten re­du­zie­ren woll­te. Der ita­lie­ni­sche Ener­gie­kon­zern Enel mit ei­nem Jah­res­um­satz von 76 Mil­li­ar­den Euro er­zeugt mitt­ler­wei­le 45 Pro­zent sei­nes Stroms aus er­neu­er­ba­ren und CO2-neu­tra­len Ener­gie­quel­len. Da­durch spart er jähr­lich rund 92 Mil­lio­nen Ton­nen CO2-Emis­sio­nen ein. Und der Kre­dit­kar­ten­dienst­leis­ter Mas­ter­card ver­sorgt in Ent­wick­lungs­län­dern mehr als 200 Mil­lio­nen Men­schen, die zu­vor kein Bank­kon­to hat­ten, mit mo­bi­len Fi­nanz­dienst­leis­tun­gen.
Wenn Un­ter­neh­men in je­der Re­gi­on der Erde den so­zia­len Fort­schritt för­dern könn­ten, wä­ren Ar­mut, Um­welt­ver­schmut­zung und Krank­hei­ten auf dem Rück­zug, und die Un­ter­neh­mens­ge­win­ne wür­den wach­sen. Tat­säch­lich ist das Er­schaf­fen von Sha­red Va­lue – das Stre­ben nach fi­nan­zi­el­lem und gleich­zei­tig ge­sell­schaft­li­chem Ge­winn – in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für die Un­ter­neh­men aus zwei­er­lei Grün­den enorm wich­tig ge­wor­den. Ers­tens wird die Le­gi­ti­mi­tät des Ge­schäfts­ge­ba­rens ve­he­ment in­fra­ge ge­stellt – Un­ter­neh­men wür­den sich auf Kos­ten der Ge­sell­schaft be­rei­chern, so der Vor­wurf. Und zwei­tens sind vie­le Pro­ble­me, vor de­nen die Welt heu­te steht – von der wach­sen­den Ein­kom­men­sun­gleich­heit bis zum Kli­ma­wan­del –, der­art kom­plex, dass es der Ex­per­ti­se und der ska­lier­ba­ren Ge­schäfts­mo­del­le des Pri­vat­sek­tors be­darf, um die­se zu lö­sen. Selbst Un­ter­neh­men, die ehe­mals für ihr ab­ge­brüh­tes Vor­ge­hen be­kannt wa­ren, sto­ßen mitt­ler­wei­le be­deut­sa­me Sha­red-Va­lue-In­itia­ti­ven an.
Bei der Um­set­zung ih­rer Sha­red-Va­lue-Stra­te­gi­en tref­fen die Un­ter­neh­men al­ler­dings un­wei­ger­lich auf Wi­der­stän­de. Kein Un­ter­neh­men ar­bei­tet iso­liert. Je­des ist Teil ei­nes Öko­sys­tems, des­sen ge­sell­schaft­li­che Be­din­gun­gen sei­nen Markt be­schnei­den und die Pro­duk­ti­vi­tät sei­ner Zu­lie­fe­rer und Händ­ler ein­schrän­ken kön­nen. Auch der Staat wird ihm Vor­schrif­ten ma­chen, und kul­tu­rel­le Ge­pflo­gen­hei­ten wir­ken sich auf die Nach­fra­ge aus.
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