„Big Data ist kein Wett­be­wer­bs­vor­teil“

INTERVIEW:

HBM Januar 2017

Frau Lam­brecht, der Hype um Big Data ist gi­gan­tisch. Vie­le Un­ter­neh­men se­hen im Sam­meln von Da­ten einen ent­schei­den­den Vor­teil ge­gen­über der Kon­kur­renz. Ist das be­rech­tigt?
LAM­BRECHT Ein Gut ist nur dann wert­voll und da­mit von Vor­teil, wenn es vier wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen er­füllt: Es muss rar sein, es darf nicht nach­ahm­bar sein, es darf kein all­ge­mein ver­füg­ba­res Sub­sti­tut da­für ge­ben, und es muss an sich wert­voll sein. Mei­ne Kol­le­gin und ich sind in un­se­rer Ana­ly­se zu dem Schluss ge­kom­men, dass die­se Be­din­gun­gen nor­ma­ler­wei­se nicht auf Big Data zu­tref­fen. Große Da­ten­men­gen zu be­sit­zen ist also kein Wett­be­wer­bs­vor­teil an sich, nein.

Wa­rum sind die Vor­aus­set­zun­gen nicht ge­ge­ben?
LAM­BRECHT Big Data ist kein klas­si­sches, son­dern ein di­gi­ta­les Gut. Das heißt, je­der kann es nut­zen und ko­pie­ren, ohne dass der Wert ver­lo­ren geht. Big Data ist dem­nach nach­ahm­bar. Ähn­lich ver­hält es sich mit der Ra­ri­tät. Je­der kann heu­te Da­ten sam­meln. In­ter­n­et­nut­zer be­su­chen ja nicht nur eine Ho­me­pa­ge, son­dern vie­le ver­schie­de­ne – und hin­ter­las­sen dort ihre Da­ten in Form von Klicks, Likes, Ver­lin­kun­gen, Bil­dern, Vi­deos oder auch Stand­ort­in­for­ma­tio­nen. Die­se sind qua­si über­all ver­füg­bar und für Drit­te na­he­zu je­der­zeit ein­seh­bar. Ein Sub­sti­tut ist es also auch. Wer Da­ten nicht sam­melt, kann sie ein­kau­fen. Bei großen An­bie­tern kann man mitt­ler­wei­le al­les be­stel­len.
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