Geklauter Fortschritt

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HBM Januar 2017

Herr Pro­fes­sor Meyers­son, ha­ben Sie wirk­lich be­wie­sen, dass il­le­ga­ler Tech­no­lo­gie­die­b­stahl loh­nen­der ist als le­ga­le For­schung und Ent­wick­lung?
MEYERS­SON Die In­dus­trie­spio­na­ge hat­te in der DDR tat­säch­lich einen ziem­lich großen Ef­fekt. Mit den da­durch ge­won­ne­nen In­for­ma­tio­nen konn­te das Land sei­nen tech­no­lo­gi­schen Rück­stand und die Pro­duk­ti­vi­täts­lücke zur Bun­des­re­pu­blik ver­rin­gern. Mit je­der Stan­dard­ab­wei­chung, um die die Spio­na­ge­ak­ti­vi­tät zu­nahm, re­du­zier­te sich der Ab­stand bei der so­ge­nann­ten To­ta­len Fak­tor­pro­duk­ti­vi­tät um 8,5 Pro­zent­punk­te. Spio­na­ge war be­son­ders in den Bran­chen wir­kungs­voll, in de­nen der Wes­ten eine Ein­däm­mungs­po­li­tik ge­gen­über dem Ost­block ver­folg­te, um Tech­no­lo­gie­trans­fers zu ver­hin­dern.

Wie ha­ben Sie den Er­folg der In­dus­trie­spio­na­ge ge­mes­sen?
MEYERS­SON Die DDR plat­zier­te Tau­sen­de In­for­man­ten in West­deutsch­land und half ih­nen, ihre Kar­rie­ren bei Sie­mens, AEG/Telefunken, IBM und an­de­ren Un­ter­neh­men vor­an­zu­trei­ben. Wir ha­ben die In­for­ma­tio­nen ge­mes­sen, die durch die Wirt­schaftss­pio­na­ge in der Bun­des­re­pu­blik und an­de­ren eu­ro­päi­schen Län­dern an die Sta­si, den zen­tra­len Ge­heim­dienst der DDR, ge­flos­sen sind. Am Ende hat­ten wir eine große Men­ge von Me­ta­da­ten aus den Be­rich­ten der in­of­fi­zi­el­len Mit­ar­bei­ter vor­lie­gen, die sich als über­aus nütz­lich er­wie­sen. Die em­pi­ri­sche Grund­la­ge un­se­rer Ar­beit ist die Tat­sa­che, dass wir die Schlüs­sel­wör­ter der In­for­man­ten mit be­stimm­ten Wirt­schafts­zwei­gen in Ver­bin­dung brin­gen konn­ten.
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