Die digitale Chance

TRANSFORMATION:

HBM November 2016

Seit ge­rau­mer Zeit gilt in der Un­ter­neh­mens­welt die Glei­chung: Di­gi­ta­li­sie­rung be­deu­tet Dis­rup­ti­on, den voll­stän­di­gen Um­bruch eta­blier­ter Bran­chen im Zei­chen ver­netz­ten Wirt­schaf­tens. Die Zu­kunft, so liest man, ge­hört der In­dus­trie 4.0 – ein Syn­onym für eine tech­no­lo­gisch wei­ter­ent­wi­ckel­te Un­ter­neh­mens­land­schaft. Doch was ist wirk­lich dran an der so­ge­nann­ten dis­rup­ti­ven In­no­va­ti­on, die plötz­lich da­für sor­gen soll, dass die ste­te Ver­bes­se­rung „al­ter Tech­ni­ken“ nicht mehr aus­reicht, um an der Spit­ze zu blei­ben? Steht uns gar die schöp­fe­ri­sche Zer­stö­rung der Grund­säu­len un­se­rer Wirt­schaft be­vor?
Mit die­sen Fra­gen ha­ben wir uns in ei­nem vom Bun­des­for­schungs­mi­nis­te­ri­um ge­för­der­ten Pro­jekt be­schäf­tigt. Dar­in ana­ly­sier­ten wir den Ein­fluss di­gi­ta­ler Tech­no­lo­gi­en auf die Pro­duk­ti­vi­tät, die Ar­beitsplät­ze und den Um­satz ins­be­son­de­re bei klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men. Ins­ge­samt wer­te­ten wir 116 Fall­stu­di­en aus. Die Er­geb­nis­se ver­g­li­chen wir mit di­ver­sen Stu­di­en und Pro­gno­sen zur In­dus­trie 4.0 von großen Be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten und Hoch­schu­len. Da sich die Schät­zun­gen in den Quel­len teils stark un­ter­schie­den, stell­ten wir für ver­schie­de­ne Bran­chen ei­ge­ne Mo­dell­rech­nun­gen auf, um plau­si­ble, ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hi­ge Zah­len zu er­hal­ten.

GROS­SE ER­WAR­TUN­GEN
In die­sem Ar­ti­kel stel­len wir un­se­re Er­geb­nis­se vor. So viel vor­weg: Die Chan­cen, die die In­dus­trie 4.0 bie­tet, über­wie­gen die Ri­si­ken bei Wei­tem. Das neue ver­netz­te Den­ken hat das Po­ten­zi­al, die Stär­ken der eu­ro­päi­schen Wirt­schaft – In­di­vi­dua­li­sie­rung, Qua­li­fi­zie­rung, Ser­vice und Mo­du­la­ri­sie­rung – mit nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on zu ver­ei­nen. Mehr noch: Der Wan­del hin zur In­dus­trie 4.0 stellt einen Schlüs­sel zur Wett­be­wer­bs­fä­hig­keit des Hoch­lohn­stand­orts Deutsch­land dar.
Das ver­netz­te Wirt­schaf­ten bringt Un­ter­neh­men mehr Ge­nau­ig­keit, mehr Fle­xi­bi­li­tät – und das in Echt­zeit. Die Bün­de­lung die­ser Fak­to­ren hilft, Ver­schwen­dung zu ver­mei­den und die Pro­duk­ti­vi­tät zu er­hö­hen.
Die Er­war­tungs­hal­tung ist groß. Hier ein paar Zah­len: Laut un­se­ren Un­ter­su­chun­gen wer­den di­gi­ta­le Tech­no­lo­gi­en die Pro­duk­ti­vi­tät in der Au­to­mo­bil­bran­che um 10 bis 15 Pro­zent und im Ma­schi­nen­bau so­wie in der Elek­tro­bran­che um 8 Pro­zent stei­gern. Auch die Durch­lauf­zei­ten sin­ken. Wer In­for­ma­ti­ons- und Ma­te­ri­al­strö­me mit­ein­an­der ver­knüpft, kann sei­ne La­ger­be­stän­de um bis zu 30 Pro­zent ver­rin­gern. Es ent­ste­hen zu­dem neue Ge­schäfts­mo­del­le, die über alle Bran­chen ge­rech­net ein Um­satz­wachs­tum von 7 bis 10 Pro­zent er­war­ten las­sen.
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