Nichts als die Wahrheit

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HBM Oktober 2016

Herr Lud­wig, Herr van Laer, ha­ben Sie wirk­lich eine For­mel ge­fun­den, mit der man be­rech­nen kann, ob der Ver­fas­ser ei­nes Tex­tes die Wahr­heit ge­schrie­ben hat oder nicht?
LUD­WIG Wir sind zu­min­dest auf dem bes­ten Weg dort­hin. Un­ser Al­go­rith­mus kann be­reits sehr vie­le Si­gna­le iden­ti­fi­zie­ren, die mit ex­trem ho­her Wahr­schein­lich­keit auf einen Be­trug hin­deu­ten. Es ha­pert im Grun­de nur noch an Fein­hei­ten. Wir müs­sen dem Sys­tem etwa noch bei­brin­gen, dass es re­gio­na­le Fär­bun­gen der Schrift­spra­che gibt und dass Men­schen, die in ei­ner Zweit- oder Dritt­spra­che schrei­ben, mit­un­ter an­de­re Wör­ter oder For­mu­lie­run­gen be­nut­zen als Mut­ter­sprach­ler. Auch was den Kon­text an­geht – also den grö­ße­ren Zu­sam­men­hang, in dem eine Text­pas­sa­ge steht –, ste­cken wir noch in den Kin­der­schu­hen. Doch beim all­täg­li­chen E-Mail-Aus­tausch im Ge­schäfts­le­ben ha­ben wir mit un­se­rer For­mel schon vie­le schö­ne Er­fol­ge er­zielt.

Wor­an er­kennt Ihr Al­go­rith­mus, dass ein Schrei­ber lügt?
VAN LAER Es gibt drei un­ter­schied­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ebe­nen, die wir mit un­se­rer For­mel über­prü­fen: In ei­nem ers­ten Durch­gang scan­nen wir einen Text auf der rei­nen Wor­te­be­ne. Der Al­go­rith­mus un­ter­sucht dann etwa, wel­che Wör­ter je­mand be­nutzt und in­wie­fern er da­bei vom nor­ma­len Ge­brauch die­ser Wort­grup­pen ab­weicht. Im zwei­ten Durch­gang er­for­schen wir die struk­tu­rel­le Ebe­ne, also die Art und Wei­se, wie der Ver­fas­ser ei­nes Tex­tes sei­ne Ar­gu­men­ta­ti­on auf­baut. Und die drit­te Ebe­ne dreht sich um die sti­lis­ti­sche An­pas­sung der Schreib­wei­se an den Le­ser: Spricht der Au­tor den Emp­fän­ger di­rekt an?
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