Wie Investoren CEOs auswählen

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HBM August 2016

Sie be­haup­ten zwar, Nach­fol­ge­pla­nung ste­he bei ih­nen an ers­ter Stel­le. Doch in bör­sen­no­tier­ten Un­ter­neh­men schaf­fen es die Boards sel­ten, die­sen Vor­satz in die Tat um­zu­set­zen. Durch­schnitt­lich wech­seln CEOs in den 500 um­satz­stärks­ten Un­ter­neh­men im In­dex von Stan­dard & Poor's nach zehn Jah­ren. Ein star­ker Ge­gen­satz zur Welt des Ri­si­ko­ka­pi­tals. Die­se Geld­ge­ber in­ves­tie­ren gleich­zei­tig in Dut­zen­de von Un­ter­neh­men. Und in der Re­gel er­set­zen sie nach je­dem In­vest­ment den CEO.
So kommt es, dass ein Board­mit­glied zwar im Lau­fe sei­ner Kar­rie­re ein paar­mal an der Su­che nach ei­nem neu­en CEO be­tei­ligt ist. Doch ein er­fah­re­ner In­ves­tor macht die­sen Job mehr­mals jähr­lich und vie­le Dut­zend Mal im Lauf sei­nes Be­rufs­le­bens. Das gibt die­sen Ma­na­gern ein weit grö­ße­res Ge­spür für Trends und mehr Mög­lich­kei­ten, aus Er­fol­gen und Feh­lern zu ler­nen.
Um de­ren Er­fah­run­gen aus­zu­wer­ten, be­frag­ten Jeffrey Cohn von der Per­so­nal­be­ra­tung DHR In­ter­na­tio­nal und J. P. Flaum von der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung Green Peak Part­ners die Ma­na­ging Part­ner von 32 Ri­si­ko­ka­pi­tal­un­ter­neh­men (dar­un­ter so be­kann­te Na­men wie Black­sto­ne, Car­ly­le, KKR und Sil­ver Lake). Sie woll­ten wis­sen, wie de­ren Su­che nach ei­nem Un­ter­neh­mens­chef ab­läuft und was sich im Lau­fe der Zeit ver­än­dert hat.
Das Er­geb­nis war über­ra­schend: Die Ma­na­ger be­rich­te­ten, dass sie es sich mit den Jah­ren ab­ge­wöhnt hät­ten, auf sol­che At­tri­bu­te wie zu­rück­lie­gen­de Er­fol­ge und Er­fah­rung zu ach­ten; ge­nau die Kri­te­ri­en, auf die Per­so­na­ler in der Re­gel be­son­ders viel Wert le­gen. Statt­des­sen ge­wich­ten die In­ves­to­ren eher wei­che­re Fak­to­ren. „Phi­lo­so­phie, Öko­no­mie und Ver­fah­ren un­ter­schei­den sich gra­vie­rend“ zwi­schen Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­bern und den Boards bör­sen­no­tier­ter Un­ter­neh­men, sagt Cohn. „Die Ri­si­ko­ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten ha­ben wei­taus mehr zu ver­lie­ren – und müs­sen um ih­ren Ein­satz ban­gen, wenn sie die falsche Wahl tref­fen.“
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