Die Grüne Hoffnung

VERANTWORTUNG:

HBM Juni 2016

Gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung steht bei Fir­men in al­ler Re­gel nicht nur aus wohl­tä­ti­gen, son­dern auch aus ganz ra­tio­na­len Grün­den auf der stra­te­gi­schen Agen­da: Füh­rungs­kräf­te er­hof­fen sich da­durch eine Er­star­kung des Kern­ge­schäfts oder – an­ge­sichts der sich wan­deln­den Kun­den­be­dürf­nis­se – die Er­schlie­ßung neu­er Wachs­tum­schan­cen. Aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht fehl­ten bis­her je­doch ge­si­cher­te Er­kennt­nis­se dar­über, ob eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Stra­te­gie­ar­beit von Un­ter­neh­men zu ei­nem mess­ba­ren Wett­be­wer­bs­vor­teil führt oder nicht. Viel­leicht mag es auch die­ser Un­si­cher­heit zu­zu­schrei­ben sein, dass es noch im­mer Füh­rungs­kräf­te gibt, die dem The­ma – zu­min­dest wenn es um mehr als blo­ße Lip­pen­be­kennt­nis­se geht – eher ver­hal­ten be­geg­nen. Dies gilt in be­son­de­rem Maße für Ma­na­ger von klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men, die oft­mals das Ge­fühl ha­ben, sich der­ar­ti­gen Lu­xus nicht leis­ten zu kön­nen.
Eine Grup­pe von Wis­sen­schaft­lern vom Cen­ter for Or­ga­ni­za­tio­nal Ex­cel­lence der Uni­ver­si­tä­ten St. Gal­len und Genf hat sich des The­mas des­halb in ei­nem um­fas­sen­den For­schungs­pro­jekt an­ge­nom­men. Um her­aus­zu­fin­den, ob ver­ant­wor­tungs­vol­le Stra­te­gie­ar­beit und die dar­aus ent­ste­hen­den Op­ti­mie­rungs- und Er­neue­rungs­ak­ti­vi­tä­ten tat­säch­lich zu mess­ba­ren Wett­be­wer­bs­vor­tei­len füh­ren oder nicht, ha­ben wir 88 Ge­schäfts­füh­rer mit­tel­stän­di­scher Un­ter­neh­men in Deutsch­land ge­be­ten, an ei­ner quan­ti­ta­ti­ven Um­fra­ge teil­zu­neh­men. Dar­über hin­aus ha­ben wir über qua­li­ta­ti­ve Fall­stu­di­en und den Ver­gleich kon­kre­ter Best Prac­ti­ces un­ter­sucht, ob es bei der Ein­bin­dung und Um­set­zung ei­ner ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Stra­te­gie ein Rich­tig oder Falsch gibt. Die Er­geb­nis­se im Ein­zel­nen:

VER­ANT­WOR­TUNG KANN SICH LOH­NEN
Bei un­se­rer Um­fra­ge woll­ten wir von den Füh­rungs­kräf­ten mit­tel­stän­di­scher Un­ter­neh­men zu­nächst wis­sen, wel­che kon­kre­te Rol­le ge­sell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung bei ih­rer Stra­te­gie­ar­beit spielt. Wir frag­ten sie,
■ wie stark ihre Fir­men in den letz­ten Jah­ren ge­sell­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen als Chan­ce für Ver­än­de­rung ge­se­hen ha­ben,
■ ob sie sich proak­tiv die­ser The­men an­ge­nom­men aben und
■ wie es mit der Ri­si­ko­be­reit­schaft aus­sah, die­se Zie­le auch zu ver­fol­gen, wenn der dar­aus re­sul­tie­ren­de Er­folg nicht oder nur sehr be­dingt vor­her­seh­bar war.
Ganz be­wusst ha­ben wir nicht grund­sätz­li­che Wert­hal­tun­gen oder Be­kennt­nis­se ab­ge­fragt, son­dern ver­sucht, in Er­fah­rung zu brin­gen, in wel­chem Maß ge­sell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung tat­säch­lich das Kern­ge­schäft in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­prägt hat.
Auf den ers­ten Blick spie­len un­se­re Er­geb­nis­se Nach­hal­tig­keits­ver­fech­tern in die Hän­de. Die Da­ten be­le­gen, dass mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men mit ei­ner über­durch­schnitt­lich ver­ant­wor­tungs­vol­len Stra­te­gie­ar­beit in der Tat eine um gut 7 Pro­zent hö­he­re Wett­be­wer­bs­kraft auf­wei­sen als die­je­ni­gen, bei de­nen das The­ma kei­nen oder sehr ge­rin­gen Ein­fluss auf die Kern­ge­schäftss­tra­te­gie hat. Bei wei­ter­ge­hen­der Ana­ly­se zeig­te sich je­doch, dass die­ser Ef­fekt sehr stark da­von ab­hing, wel­che stra­te­gi­schen Stoß­rich­tun­gen ver­folgt wur­den:
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