Die Tücken der Zu­sam­men­ar­beit

UNTERNEHMENSKOOPERATIONEN:

HBM April 2016

Kol­la­bo­ra­ti­ve In­no­va­ti­on ist in der Wirt­schaft in al­ler Mun­de. In­tern ver­su­chen Ma­na­ger, Si­los auf­zu­bre­chen, da­mit sich ihre Mit­ar­bei­ter quer über die gan­ze Or­ga­ni­sa­ti­on hin­weg aus­tau­schen und ge­mein­sam zu neu­en Ide­en kom­men kön­nen. Ex­tern for­cie­ren sie die Zu­sam­men­ar­beit mit Kun­den und Ge­schäfts­part­nern, um Pro­duk­te zu ent­wi­ckeln, die im Markt An­klang fin­den. Im B2C-Kon­text ist die­se Art der Kol­la­bo­ra­ti­on häu­fig an­zu­tref­fen. Oft über­schnei­det sie sich mit Crowd­sour­cing. Doch sie fin­det auch zwi­schen Un­ter­neh­men statt. Da­bei ist sie durch drei Merk­ma­le ge­kenn­zeich­net: Un­ter­neh­men be­zie­hen kei­ne große On­li­ne­ge­mein­schaft ein, son­dern nur we­ni­ge Kun­den; sie bau­en auf den per­sön­li­chen Kon­takt und nicht auf eine Tech­no­lo­gie­platt­form; die Part­ner­schaft soll nicht für eine Mar­ke oder Pro­dukt­ka­te­go­rie be­geis­tern, son­dern kla­re, ge­schäft­li­che Zie­le er­rei­chen.
Wer da­bei rich­tig vor­geht, kann auf vier­fa­che Wei­se pro­fi­tie­ren:
■ Vertieftes Wis­sen: Un­ter­neh­men er­kun­den neue An­wen­dun­gen, wo­durch sie Kun­den und End­ver­brau­cher bes­ser ver­ste­hen.
■ Sinkende Mar­ke­ting­kos­ten: Die Markt­for­schung ist güns­ti­ger, wenn die Part­ner ge­mein­sam tes­ten, ob ihr Kon­zept bei den Kun­den an­kommt.
■ Geringeres In­no­va­ti­ons­ri­si­ko: Wenn Un­ter­neh­men aus­ge­wähl­te Kun­den in For­schung und Ent­wick­lung ein­be­zie­hen, ist die Wahr­schein­lich­keit hö­her, am Ende ihre Be­dürf­nis­se und die des Mark­tes zu tref­fen.
■ Mehr Ver­trau­en: Die Zu­sam­men­ar­beit stärkt die Be­zie­hun­gen zwi­schen den Part­nern und er­höht das ge­gen­sei­ti­ge Ver­trau­en.
Der Ze­men­ther­stel­ler Ital­ce­men­ti aus Ber­ga­mo, ein Kon­zern mit mehr als vier Mil­li­ar­den Euro Jah­res­um­satz, ar­bei­tet bei­spiels­wei­se mit „Ar­chi­stars“ zu­sam­men. So wer­den auf Ita­lie­nisch Star-Ar­chi­tek­ten be­zeich­net, de­ren Bau­wer­ke zahl­rei­che an­de­re Ar­chi­tek­ten und Im­mo­bi­lienent­wick­ler in­spi­rie­ren. Beim ers­ten Pro­jekt hol­te der Kon­zern den Ame­ri­ka­ner Ri­chard Mei­er ins Boot, der für den Va­ti­kan die fu­tu­ris­ti­sche Kir­che Dio Pad­re Mi­se­ri­cor­dio­so in Rom ent­wer­fen soll­te. Mei­er hat­te sich zum Ziel ge­setzt, eine wei­ße Be­to­no­ber­flä­che zu ent­wi­ckeln, die auch nach Jah­ren noch ih­ren Glanz be­hal­ten soll­te – selbst in ei­ner Stadt mit großer Um­welt­ver­schmut­zung wie Rom. Ital­ce­men­ti hat­te im La­bor an ei­nem Ze­ment ge­ar­bei­tet, der da­für in­fra­ge kam; aber erst die Zu­sam­men­ar­beit mit Mei­er brach­te den ent­schei­den­den Schub, den Ze­ment bis zur Marktrei­fe zu ent­wi­ckeln. 2003 wur­de die neue Kir­che ein­ge­weiht. Ihre Fassa­de er­strahlt auch heu­te noch in Weiß – dank des mit Ti­tan­di­o­xid be­schich­te­ten, selbstrei­ni­gen­den Be­tons.
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