Hand in Hand mit Kollege Roboter

FERTIGUNG:

HBM März 2016

Sie sind schnell und stark. Ih­nen wird nie lang­wei­lig, sie ver­let­zen sich nicht bei sich stän­dig wie­der­ho­len­den Be­las­tun­gen: Ro­bo­ter sind wie ge­schaf­fen für den Ein­satz in der Pro­duk­ti­on. Sie ver­lan­gen al­ler­dings ein Zu­ge­ständ­nis. Sie müs­sen in der Fa­brik auf den Mil­li­me­ter ge­nau po­si­tio­niert, am Bo­den ver­schraubt und von den Ar­bei­tern durch einen Zaun ge­trennt wer­den, um die­se vor Scha­den zu be­wah­ren.
Bes­ser ge­sagt, das wa­ren die Zu­ge­ständ­nis­se. „In der Pro­duk­ti­on ist es schwer, einen Ro­bo­ter zu ver­schie­ben – aber es wird leich­ter“, sagt Ju­lie Shah, As­so­cia­te Pro­fes­sor und Lei­te­rin der In­ter­ac­ti­ve Ro­bo­tics Group am MIT in Bo­ston. Shah lei­tet For­schungs­pro­jek­te über eine neue Ge­ne­ra­ti­on lern­fä­hi­ger Ro­bo­ter. Die­se sind in­tel­li­gen­ter, klei­ner und si­che­rer. Sie sind auch fle­xibler, sie kön­nen zum Bei­spiel neue Auf­ga­ben von ih­ren mensch­li­chen Kol­le­gen er­ler­nen, wenn es nö­tig wird. Sie sind ef­fi­zi­en­ter als ihre Vor­gän­ger und hel­fen den Ar­bei­tern, eben­falls ef­fi­zi­en­ter zu sein.
Shahs For­schung legt nahe, dass die neu­en Ro­bo­ter einen wich­ti­gen Pa­ra­dig­men­wech­sel in der Fer­ti­gung ein­läu­ten. Statt in der Nähe großer, ge­fähr­li­cher Au­to­ma­ten zu ar­bei­ten, han­tie­ren Men­schen ne­ben oder so­gar mit den Ma­schi­nen. Sich an­pas­sen­de Ro­bo­ter be­sche­ren Her­stel­lern schon jetzt eine hö­he­re Leis­tungs­fä­hig­keit und ver­än­dern die Art und Wei­se, wie Un­ter­neh­men ihre Pro­duk­te her­stel­len. Sie be­ein­flus­sen so­gar die Kon­struk­ti­on der Fa­bri­ken ins­ge­samt. Zu­sätz­lich eig­nen sich die neu­en Ma­schi­nen er­heb­lich bes­ser zur Zu­sam­men­ar­beit als ihre Vor­gän­ger. Das för­dert das En­ga­ge­ment und die Ar­beits­zu­frie­den­heit ih­rer mensch­li­chen Kol­le­gen.

FREI­HEIT FÜR RO­BO­TER
All das ge­schieht vor al­lem, weil die Ab­sper­run­gen rund um die Ro­bo­ter ver­schwin­den. Ihre Vor­gän­ger brauch­ten viel Raum. Sie konn­ten nicht er­ken­nen, ob sich je­mand in der Nähe auf­hielt. Ein me­cha­ni­scher Arm, der mit großem Tem­po her­um­schwingt, um sich ein Bau­teil zu grei­fen, kann leicht einen Men­schen zum Krüp­pel ma­chen oder tö­ten.
Da­her ver­lan­gen Ge­set­ze welt­weit Bar­rie­ren zwi­schen Ar­bei­tern und Ma­schi­nen. Sen­so­ren und Auf­prall­de­tek­to­ren, wie sie auch in mo­der­nen Au­tos ein­ge­baut sind, er­mög­li­chen Be­we­gun­gen der Ro­bo­ter in­mit­ten von Men­schen. Ent­de­cken sie ein Ob­jekt in ih­rer Nähe, kön­nen sie einen Zu­sam­men­stoß selbst­stän­dig ver­mei­den. Die Tech­no­lo­gie ist zu­ver­läs­sig ge­nug, dass Re­gie­run­gen den Zwang zur Ab­schot­tung von Ro­bo­tern auf­he­ben.
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