Töchter heben die Moral

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HBM Februar 2016

Pro­fes­sor Cron­qvist, be­ein­flusst das Ge­schlecht des Kin­des die Art und Wei­se, wie je­mand ein Un­ter­neh­men lei­tet?
CRON­QVIST Es gibt de­fi­ni­tiv eine Kor­re­la­ti­on. Ce­te­ris pa­ri­bus schnei­den Un­ter­neh­men, in de­nen Ma­na­ger an der Spit­ze ste­hen, die Töch­ter ha­ben, bes­ser ab bei Kenn­zah­len für Di­ver­si­tät, den Be­zie­hun­gen zwi­schen Ar­beit­ge­bern und -neh­mern so­wie beim The­ma Um­welt­schutz. Die Da­ten hat die CSR-For­schungs-und-Ana­ly­se­grup­pe KLD von 1992 bis 2012 er­ho­ben. Wir konn­ten auch einen klei­nen, aber un­be­deu­ten­den Zu­sam­men­hang mit Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen er­ken­nen, die für so­zia­le Ver­ant­wor­tung ste­hen. Zu­dem war der An­teil vom Net­to­ge­winn, den Un­ter­neh­men, de­ren CEOs Töch­ter hat­ten, für CSR aus­ga­ben, si­gni­fi­kant hö­her als der Me­di­an. Der weib­li­che Ein­fluss scheint sich auf die Ent­schei­dun­gen der Ma­na­ger der­art aus­zu­wir­ken, dass ihre Or­ga­ni­sa­tio­nen an­de­re Schwer­punk­te set­zen.

Töch­ter – nicht Söh­ne – un­ter­stüt­zen also CSR, und ihre El­tern leis­ten dem Fol­ge?
CRON­QVIST So lau­tet die Theo­rie. Die so­zio­lo­gi­sche, psy­cho­lo­gi­sche und wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­che For­schungs­li­te­ra­tur deu­tet dar­auf hin, dass Frau­en das Wohl­er­ge­hen an­de­rer Men­schen und der Ge­sell­schaft ins­ge­samt mehr am Her­zen liegt als Män­nern und dass Töch­ter bei ih­ren El­tern ähn­li­che Ge­füh­le aus­lö­sen kön­nen. For­schun­gen von Ebon­ya Wa­shing­ton von der Yale-Uni­ver­si­tät ha­ben ge­zeigt, dass US-Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te mit Töch­tern eher li­be­ra­ler ab­stim­men, be­son­ders bei Ge­set­zen zu den The­men Ver­hü­tung und Schwan­ger­schafts­ab­bruch. Adam Glynn von der Emo­ry-Uni­ver­si­tät in At­lan­ta und Maya Sen aus Har­vard ha­ben ein ähn­li­ches Mus­ter bei Rich­tern des ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­be­ru­fungs­ge­richts ge­fun­den. Da­bei ging es um Fäl­le, die mit Ge­schlech­ter­fra­gen zu tun hat­ten.
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