Kar­rie­re­schritt mit Plan

UMBRÜCHE:

HBM Dezember 2015

Deni­se Wang war zu­frie­den mit ih­rem Le­ben: Sie hat­te einen tol­len Job in Lon­don, wo sie bei ei­nem bri­ti­schen Kon­sum­gü­ter­her­stel­ler das Mar­ke­ting ver­ant­wor­te­te. Ihr Ehe­mann Phil ar­bei­te­te als Part­ner in ei­nem in­ter­na­tio­na­len Be­ra­tungs­un­ter­neh­men und un­ter­stütz­te sie nach Kräf­ten. Die bei­den hat­ten zwei wun­der­ba­re Töch­ter, acht und zehn Jah­re alt, die seit drei Jah­ren auf die­sel­be Schu­le in der Nach­bar­schaft gin­gen. Die Fa­mi­lie hat­te einen net­ten Freun­des­kreis und ein ex­zel­len­tes Au-pair-Mäd­chen. Phils El­tern, die aus Bel­gi­en stam­men, wa­ren re­gel­mä­ßig zu Be­such oder sie bei ih­nen.
Aber dann hör­te De­ni­se (die ih­ren rich­ti­gen Na­men hier nicht nen­nen möch­te) et­was, das sie aus ih­rem Idyll riss: Ihr Un­ter­neh­men such­te je­man­den, der die Ex­pan­si­on des Re­gio­nal­bü­ros Sin­ga­pur lei­te­te. Das war ge­nau der Job, von dem De­ni­se schon im­mer ge­träumt hat­te. Sie hat­te zwölf Jah­re in dem asia­ti­schen Land ge­ar­bei­tet und war dort noch gut ver­netzt. In Sin­ga­pur hat­te sie auch Phil ken­nen­ge­lernt, und die bei­den hat­ten wie­der­holt da­von ge­spro­chen, ei­nes Ta­ges dort­hin zu­rück­zu­keh­ren. War die Zeit da­für jetzt ge­kom­men? Und wür­den sie und ihre Fa­mi­lie eine der­art große Ver­än­de­rung be­wäl­ti­gen kön­nen?
Wer als ehr­gei­zi­ge, ta­len­tier­te Spit­zen­kraft in ei­nem dy­na­mi­schen glo­ba­len Un­ter­neh­men ar­bei­tet, weiß: Ver­än­de­rung ist ein fes­ter Be­stand­teil des Ma­na­ger­le­bens, sei es durch eine neue Auf­ga­be, ein neu­es Un­ter­neh­men, eine neue Bran­che oder einen neu­en Stand­ort, oder durch die Tat­sa­che, sich stän­dig an neue Tech­no­lo­gi­en, Ar­beits­grup­pen, Stra­te­gi­en, Denk- und Ver­hal­tens­wei­sen ge­wöh­nen zu müs­sen.
Den­noch fal­len selbst er­fah­re­nen Ma­na­gern wie De­ni­se per­sön­li­che Ver­än­de­run­gen nicht leicht. Oft ist dies ein men­ta­les Pro­blem – bei­spiels­wei­se das Ge­fühl, man sei der neu­en Auf­ga­be nicht ge­wach­sen. Manch­mal sind es aber auch die An­ge­hö­ri­gen, die Pro­ble­me ver­ur­sa­chen – viel­leicht hat der Part­ner oder der Nach­wuchs kei­ne Lust um­zu­zie­hen, ist al­les an­de­re als be­geis­tert von ver­än­der­ten Ab­läu­fen und Ar­beits­zei­ten. Und auch Kol­le­gen kön­nen Schwie­rig­kei­ten ma­chen, wenn etwa ein neu­er Mit­ar­bei­ter vom be­ste­hen­den Team nicht gut auf­ge­nom­men wird.
Man­che Men­schen neh­men der­ar­ti­ge Hür­den ohne Schwie­rig­kei­ten. Aber mei­ne jahr­zehn­te­lan­ge Er­fah­rung dar­in, MBA-Stu­den­ten zu un­ter­rich­ten und Ma­na­ger zu coa­chen, hat mich ei­nes ge­lehrt: Den meis­ten von uns fällt ein so grund­le­gen­der Wan­del nicht leicht.
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