Besserwisser delegieren zu wenig

PSYCHOLOGIE:

HBM Dezember 2015

Die Fi­nanz­kri­se? War vor­her­zu­se­hen. Das ge­flopp­te Pro­jekt? Konn­te ja nur schief­ge­hen. Der bahn­bre­chen­de Pro­duk­ter­folg? Da­mit habe ich von An­fang an ge­rech­net. Wenn Ih­nen die­ses Den­ken be­kannt vor­kommt, soll­ten Sie jetzt wei­ter­le­sen. Mög­li­cher­wei­se lei­den Sie un­ter dem so­ge­nann­ten Hin­d­sight Bias, auf Deutsch: Rück­schau­feh­ler. Hin­ter­her ist man zwar im­mer schlau­er. Aber Ma­na­ger, die be­son­ders häu­fig al­les schon vor­her ge­wusst ha­ben wol­len, tref­fen of­fen­bar auch be­son­ders vie­le Fehl­ent­schei­dun­gen.
Die For­scher Da­vid Danz, Do­ro­thea Küb­ler, Ly­dia Mech­ten­berg und Ju­lia Schmid vom Wis­sen­schafts­zen­trum Ber­lin für So­zi­al­for­schung ha­ben in ei­ner Stu­die, die ge­ra­de in der re­nom­mier­ten Fach­zeit­schrift „Ma­na­ge­ment Science“ er­schie­nen ist, her­aus­ge­fun­den, dass sol­che Per­so­nen zu we­nig de­le­gie­ren und dass sie die Leis­tun­gen an­de­rer sys­te­ma­tisch un­ter­schät­zen.

DAS EX­PE­RI­MENT
Die Wis­sen­schaft­ler ba­ten Teil­neh­mer ei­nes On­li­ne­ex­pe­ri­ments wäh­rend der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft 2010, den Aus­gang von Spie­len vor­her­zu­sa­gen. Spä­ter, als die Er­geb­nis­se be­kannt wa­ren, soll­ten sich die Pro­ban­den an ihre Pro­gno­sen er­in­nern. Auf die­se Wei­se konn­ten die For­scher fest­stel­len, wie groß bei je­dem Teil­neh­mer der Rück­schau­feh­ler war. So er­war­te­ten zu Be­ginn des Tur­niers we­ni­ger als ein Drit­tel der Teil­neh­mer, dass Spa­ni­en – der spä­te­re Welt­meis­ter – das WM-End­spiel er­rei­chen wür­de. Als dies je­doch fest­stand, woll­ten sich plötz­lich fast 40 Pro­zent dar­an er­in­nern, die Ibe­rer als Fi­na­lis­ten ge­tippt zu ha­ben.
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