So bestehen Sie Assessments

SELBSTMANAGEMENT:

HBM November 2015

Wenn Sie dach­ten, nach dem Ex­amen sei die Zeit der Prü­fun­gen vor­bei, ha­ben Sie sich ge­täuscht: Neue Un­ter­su­chun­gen zei­gen, dass rund 76 Pro­zent al­ler Un­ter­neh­men mit mehr als 100 Mit­ar­bei­tern bei der ex­ter­nen Re­kru­tie­rung von Ar­beits­kräf­ten Eig­nungs- und Per­sön­lich­keits­tests ein­set­zen. Die­ser An­teil wird in den nächs­ten Jah­ren vor­aus­sicht­lich auf 88 Pro­zent stei­gen. Und das be­trifft kei­nes­wegs nur jün­ge­re Kan­di­da­ten, die sich um Ein­stiegs­jobs be­wer­ben: Je hö­her die zu be­set­zen­de Po­si­ti­on, umso grö­ßer die Wahr­schein­lich­keit, dass Ihr po­ten­zi­el­ler Ar­beit­ge­ber sich sol­cher Hilfs­mit­tel be­dient, um die Be­wer­ber mit den rich­ti­gen Ei­gen­schaf­ten und Fä­hig­kei­ten aus dem Kan­di­da­ten­pool her­aus­zu­fil­tern. Welt­wei­ten Schät­zun­gen zu­fol­ge set­zen Fir­men bei der Ver­ga­be von 72 Pro­zent al­ler mitt­le­ren Ma­na­ge­ment­pos­ten und bis zu 80 Pro­zent al­ler Spit­zen­po­si­tio­nen auf die­se so­ge­nann­ten As­sess­ments. Zum Ver­gleich: Bei der Be­set­zung frei­er Stel­len für Ein­stei­ger wird nur in 59 Pro­zent al­ler Fäl­le mit sol­chen Be­ur­tei­lungs­me­tho­den ge­ar­bei­tet. Selbst wenn Sie bis­her noch nie einen Ein­stel­lungs­test ab­sol­viert ha­ben, wer­den Sie bei Ih­rer nächs­ten Job­su­che nicht dar­um her­um­kom­men.
Wie kann man sich auf sol­che Tests vor­be­rei­ten, um mög­lichst gut da­bei ab­zu­schnei­den? Schließ­lich soll so ein Test für Sie kein Stol­per­stein auf Ih­rem Kar­rie­re­weg sein, son­dern eine Chan­ce, sich zu pro­fi­lie­ren. Ich un­ter­su­che seit 15 Jah­ren Fra­ge­bo­gen und Auf­ga­ben, die bei As­sess­ments zum Ein­satz kom­men, und habe selbst über 100 Tests für Un­ter­neh­men ent­wi­ckelt. Auf­grund die­ser Er­fah­rung kann ich Ih­nen ver­si­chern, dass es kei­ne ein­fa­chen Tricks gibt, um sol­che wohl durch­dach­ten Be­ur­tei­lungs­me­tho­den zu über­lis­ten. Un­ter­neh­men nut­zen Tests, um her­aus­zu­fin­den, wel­che Kan­di­da­ten die er­for­der­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen und Per­sön­lich­keits­merk­ma­le für ein be­stimm­tes Auf­ga­ben­ge­biet mit­brin­gen. Sie kom­men neu­en Mit­ar­bei­tern, die sich in sol­chen Fra­ge­bo­gen falsch dar­stel­len, schnell auf die Sch­li­che.
Trotz­dem wer­den Sie sich in so ei­nem Test eher von Ih­rer bes­ten Sei­te zei­gen kön­nen, wenn Sie sich mit die­sen Be­ur­tei­lungs­me­tho­den aus­ken­nen. Und dann wer­den Sie auch bes­ser ein­schät­zen kön­nen, ob die of­fe­ne Stel­le sich über­haupt für Sie eig­net; denn Tests sind kei­ne Ein­bahn­stra­ße.
Sie soll­ten die­se Be­ur­tei­lungs­tools so ernst neh­men, wie die Un­ter­neh­men es tun. Im Fol­gen­den fin­den Sie ein paar In­for­ma­tio­nen über die häu­figs­ten Ein­stel­lungs­tests und die Zwe­cke, für die Un­ter­neh­men sie ein­set­zen.

DIE KRI­TE­RI­EN DER TESTS
Be­wer­bern mit­hil­fe von Tests auf den Zahn zu füh­len ist schon min­des­tens seit der Han-Dy­nas­tie im drit­ten Jahr­hun­dert vor Chris­tus üb­lich. Hohe Wür­den­trä­ger des chi­ne­si­schen Kai­ser­reichs ver­such­ten auf die­se Wei­se, das Wis­sen, die In­tel­li­genz und die mo­ra­li­sche In­te­gri­tät künf­ti­ger Be­am­ter zu be­ur­tei­len. In den USA und Eu­ro­pa wur­den mo­der­ne In­tel­li­genz- und Per­sön­lich­keits­tests erst­mals wäh­rend des Ers­ten Welt­kriegs zur Ein­schät­zung der Fä­hig­kei­ten von Sol­da­ten ein­gesetzt; nach dem Zwei­ten Welt­krieg be­gan­nen Un­ter­neh­men sie zur Be­ur­tei­lung von Stel­len­be­wer­bern her­an­zu­zie­hen.
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