Sprechende Hände

KOMMUNIKATION

HBM Oktober 2015

Eine Ära geht zu Ende: Im Juli 2015 hat sich in Chi­ca­go die äl­tes­te Wa­ren­ter­min­bör­se der Welt – die Chi­ca­go Mer­can­ti­le Ex­change – vom Par­kett­han­del ver­ab­schie­det und auf ein elek­tro­ni­sches Han­dels­sys­tem um­ge­stellt. Das be­deu­tet auch das Ende für eine ganz spe­zi­el­le Zei­chen­spra­che der Bör­sia­ner: Mit der „Open Out­cry“ ge­nann­ten Art der Preis­bil­dung – nach den Schrei­en und den Hand­zei­chen der Händ­ler – ver­stän­dig­te man sich seit An­fang der 70er Jah­re im Par­kett­han­del von Ter­min­bör­sen in al­ler Welt. Die Ur­sprün­ge die­ser Zei­chen­spra­che rei­chen bis zu den Markt­plät­zen der ita­lie­ni­schen Re­naissance zu­rück.
Weil die mensch­li­che Stim­me im Ge­wu­sel des Bör­sen­par­ketts („Pit“) nicht weit reicht, kom­mu­ni­zier­ten die Händ­ler mit kunst­voll ein­stu­dier­ten Ges­ten, kauf­ten und ver­kauf­ten mit­tels Hand­zei­chen Wol­le, Reis oder Schwei­ne­bäu­che. Doch mit dem Auf­kom­men elek­tro­ni­scher Han­dels­sys­te­me stell­ten fast alle Bör­sen auf den Kauf und Ver­kauf via Com­pu­ter um. Heu­te exis­tie­ren nur noch zwei un­be­deu­ten­de Pits: die Lon­don Me­tals Ex­change und jene Chi­ca­go­er Bör­se, die Ter­min­ge­schäf­te auf den US-In­dex S&P 500 ab­wi­ckelt.
Den Ver­lust der ein­zig­ar­ti­gen Zei­chen­spra­che in den Pits woll­te der Chi­ca­go­er Bör­sen­händ­ler Ryan Carl­son (auf den Fo­tos rechts in ty­pi­scher Bro­ker-Klei­dung) nicht ein­fach hin­neh­men. Des­halb star­te­te er 2008 die vir­tu­el­le kul­tur­his­to­ri­sche Samm­lung tradingpithistory.com, auf der er bis­lang meh­re­re Hun­dert Hand­si­gna­le zu­sam­men­ge­tra­gen hat. Wir zei­gen hier ei­ni­ge aus­ge­wähl­te Ges­ten der Chi­ca­go Mer­can­ti­le Ex­change.
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