Schreiben ist Silber, Reden ist Gold

REDNERHONORARE

HBM September 2015

In der Wirt­schaft lässt sich mehr Geld ver­die­nen als an der Uni? Nicht in den USA. Die bes­ten Ma­na­ge­ment­pro­fes­so­ren ver­die­nen Mil­lio­nen – al­ler­dings nicht un­be­dingt mit sprö­der Wis­sen­schaft, son­dern mit lu­kra­ti­ven Auf­trit­ten vor Pu­bli­kum. Ex­klu­siv für den Har­vard Busi­ness Ma­na­ger hat die US-Red­ne­r­agen­tur Big­Speak ihre Da­ten­bank durch­fors­tet, um eine Ranglis­te der be­gehr­tes­ten Ma­na­ge­ment­red­ner zu er­stel­len. Die Gra­fik rechts lis­tet die obe­re Hälf­te der Thin­kers-50-Lis­te auf, ein Ran­king der be­deu­tends­ten Wirt­schafts­vor­den­ker der Welt. Für einen BWL-Pro­fes­sor ist die Er­wäh­nung so­zu­sa­gen der Rit­ter­schlag – und die Ein­tritts­kar­te für das Red­ner­ge­schäft.
Was die Aka­de­mi­ker für Vor­trä­ge er­hal­ten, hängt al­ler­dings von vie­len Fak­to­ren ab – etwa der Dau­er des Auf­tritts, dem Auf­trag­ge­ber oder dem Ort. St­an­ford-Pro­fes­sor Jeffrey Pfef­fer bei­spiels­wei­se ver­langt für einen Vor­trag au­ßer­halb der USA mehr als 40 000 Dol­lar, in der Nähe sei­nes Hei­mator­tes hin­ge­gen tritt er schon für we­ni­ger als die Hälf­te auf. Man­che Red­ner – nicht we­ni­ge Pro­fes­so­ren ha­ben da­für ei­ge­ne Un­ter­neh­men ge­grün­det – ver­bin­den ihre En­ga­ge­ments mit Be­ra­tungs­leis­tun­gen, Work­shops oder Coa­chings. Die hier ge­nann­ten, zum Teil ge­schätz­ten Sum­men ba­sie­ren auf Keyno­te-Re­den mit ei­ner Län­ge von 45 bis 90 Mi­nu­ten. Die Ho­no­ra­re sind laut Ken Ster­ling, Se­ni­or Vice Pre­si­dent bei Big­Speak, in den ver­gan­ge­nen Jah­ren stark ge­stie­gen. „Das Ge­schäft der Red­ner­bran­che läuft bes­ser als je zu­vor“, sagt er. Ge­fragt sei­en bei sei­ner Agen­tur vor al­lem Pro­mis, etwa der Bas­ket­bal­ler Ma­gic John­son, Ap­p­le-Mit­grün­der Ste­ve Woz­ni­ak oder die Ver­tre­ter der Grün­ders­how „Shark Tank“, zu de­nen un­ter an­de­ren der Mil­li­ar­där Mark Cu­ban ge­hört. „Es gibt nicht vie­le sol­cher To­pred­ner. Da die Zahl der Bu­chungs­an­fra­gen ge­stie­gen ist, treibt das auch die Prei­se in die Höhe“, sagt Ster­ling.
Pro­mi­sta­tus zahlt sich aus: Der Ma­na­ge­ment­gu­ru und Har­vard-Star Mi­cha­el Por­ter macht sich mitt­ler­wei­le über­haupt erst ab ei­nem sechs­stel­li­gen Ho­no­rar auf den Weg. Deut­sche Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­ren kön­nen von sol­chen Sum­men wohl nur träu­men.
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