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HBM September 2015

Wäh­rend des In­ter­net­booms Ende der 90er Jah­re ent­wi­ckel­te sich der Be­griff „Evan­ge­lism“ – also das pro­fes­sio­nel­le Missio­nie­ren für ein Tech­nik­pro­dukt – zum Mo­de­wort der Wirt­schaft. Als zwei­ter Soft­wa­reevan­ge­list von Ap­p­le habe auch ich zur Po­pu­la­ri­sie­rung die­ses Wor­tes bei­ge­tra­gen. Hin­ter dem Wort, das aus dem Grie­chi­schen kommt und so viel be­deu­tet wie „eine gute Nach­richt ver­kün­den“, steckt eine sehr ein­fa­che Idee: Als Tech­no­lo­gy Evan­ge­list er­klä­ren Sie der Welt, wie Ihr Pro­dukt oder Ihre Dienst­leis­tung das Le­ben der Men­schen ver­bes­sern kann.
Mei­ne Auf­ga­be bei Ap­p­le be­stand dar­in, die gute Nach­richt zu ver­kün­den, dass durch den Ma­cin­to­sh alle Men­schen krea­ti­ver und pro­duk­ti­ver wer­den wür­den. Ich ver­mark­te­te also nicht ein­fach nur einen Com­pu­ter, son­dern glaub­te so fest an die­ses Pro­dukt, dass mei­ner Mei­nung nach alle Men­schen in sei­nen Ge­nuss kom­men soll­ten. In­zwi­schen be­steht mei­ne Missi­on als Chef­evan­ge­list des aus­tra­li­schen De­sign-Start-ups Can­va dar­in, den Kun­den eine Platt­form zu­gäng­lich zu ma­chen, die De­sign de­mo­kra­ti­siert. Evan­ge­lis­ten wol­len wirk­lich im­mer nur das Bes­te für ihre Mit­menschen.
Mitt­ler­wei­le ha­ben vie­le Un­ter­neh­men die Idee auf­ge­grif­fen, dass auch Kun­den po­ten­zi­el­le Evan­ge­lis­ten sind. So ver­brei­ten die größ­ten Fans un­ter ih­nen die fro­he Bot­schaft ih­rer Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen über­all. Und das auch noch ohne Be­zah­lung. Dar­über darf man je­doch nicht ver­ges­sen, dass auch Füh­rungs­kräf­te – selbst jene au­ßer­halb der Mar­ke­tin­g­ab­tei­lung – Evan­ge­lis­ten sein kön­nen. Ich habe vie­le Jahr­zehn­te in der Tech­no­lo­gie­b­ran­che und als Be­ra­ter in an­de­ren Bran­chen ge­ar­bei­tet. In die­ser Zeit habe ich ge­lernt, dass sich Füh­rungs­kräf­te in den un­ter­schied­lichs­ten Funk­tio­nen sol­che Prak­ti­ken an­eig­nen kön­nen – und dass sich das sehr vor­teil­haft auf ihr Un­ter­neh­men und ihre Kar­rie­re aus­wirkt.
Wenn Sie eine Füh­rungs­kraft sind, dann müs­sen Sie für Ihr Un­ter­neh­men und des­sen An­ge­bo­te trom­meln. Sie soll­ten sich in die­ser Rol­le je­der­zeit wohl­füh­len, so­wohl in­tern – etwa in Kaf­fee­kü­chen, per E-Mail und über Ko­ope­ra­ti­ons­platt­for­men – als auch ex­tern, bei Bran­chen­tref­fen und über Lin­ke­din, Fa­ce­book und Twit­ter. Im Zeit­al­ter sozia­ler Me­di­en ge­hört die Kunst, für das Un­ter­neh­mens zu missio­nie­ren, zur Job­be­schrei­bung je­des Ma­na­gers.
Wenn Sie einen Ar­beit­ge­ber ge­fun­den ha­ben, des­sen Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen ge­nau Ih­ren Vor­stel­lun­gen ent­spre­chen, ist das Missio­nie­ren ein­fach. In mei­ner Welt be­deu­tet dies, dass sol­che Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen fünf ver­schie­de­ne Kri­te­ri­en er­fül­len:
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