Die ersten Ra­tin­g­agen­tu­ren

AUF EINEN BLICK

HBM Mai 2015

Als Un­ter­neh­men noch in der Nähe ih­rer Kun­den an­ge­sie­delt wa­ren, wa­ren Kre­di­te eine ein­fa­che An­ge­le­gen­heit. Die Händ­ler kann­ten die Käu­fer meist per­sön­lich und konn­ten die fi­nan­zi­el­le Lage, in der sich die­se be­fan­den, gut ein­schät­zen. Doch als sich die USA nach Wes­ten aus­dehn­ten und die Ent­fer­nun­gen zwi­schen den Gläu­bi­gern und ih­ren Schuld­nern wuch­sen, wur­de das Ri­si­ko sehr viel grö­ßer. In der Wirt­schafts- und Fi­nanz­kri­se des Jah­res 1837 zeig­te sich, wel­che ka­ta­stro­pha­len Fol­gen dies für die Kre­dit­ge­ber ha­ben konn­te.
Die an­schlie­ßen­de, sechs Jah­re dau­ern­de De­pres­si­on - und vie­le Fir­menplei­ten - ver­an­lass­ten Le­wis Tap­pan dazu, 1841 in New York die ers­te Ra­tin­g­agen­tur zu grün­den. Die Mer­can­ti­le Agen­cy be­wer­te­te die Fä­hig­keit von Un­ter­neh­men, ihre Schul­den be­glei­chen zu kön­nen. Die Er­geb­nis­se ver­öf­fent­lich­te sie in ei­ner Rei­he von Bü­chern. Bald dar­auf über­nahm Ro­bert Dun die Agen­tur, die spä­ter mit ei­nem von John Brad­street ge­grün­de­ten Kon­kur­ren­ten fu­sio­nier­te. Dun & Brad­street und an­de­re Ra­tin­g­agen­tu­ren wa­ren Pio­nie­re - ähn­lich wie die Ame­ri­ka­ner, die an der Lan­des­gren­ze mü­he­voll ei­ge­ne Ge­schäf­te auf­bau­ten. Für die Agen­tu­ren galt das in mehr­fa­cher Hin­sicht: Sie leg­ten ih­ren Bo­ni­täts­be­wer­tun­gen eine bis da­hin nicht ge­kann­te Ob­jek­ti­vi­tät zu­grun­de. Ih­nen war klar, dass der mo­der­ne Ge­schäfts­ver­kehr ein neu­es Fun­da­ment be­nö­tig­te. Mit der Samm­lung, Zu­sam­men­fas­sung und Spei­che­rung von Da­ten läu­te­ten sie das In­for­ma­ti­ons­zeit­al­ter ein.
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