Der große Schwindel

AUF EINEN BLICK

HBM März 2015

In der Ranglis­te der Spe­ku­la­ti­ons­bla­sen nimmt der Süd­see­schwin­del von 1720 einen der vor­ders­ten Plät­ze ein. Mit von der Par­tie wa­ren die bri­ti­sche Re­gie­rung, die South Sea Com­pa­ny - und sehr vie­le Spe­ku­lan­ten, die auf große Ge­win­ne hoff­ten.
Die Bla­se war wahr­schein­lich der ers­te Fi­nanz­s­kan­dal, der sich un­ter Be­ob­ach­tung der brei­ten Öf­fent­lich­keit ab­spiel­te. Der Grün­der der South Sea Com­pa­ny, der ein­fluss­rei­che Tory-Po­li­ti­ker Ro­bert Har­ley, war ein ge­schick­ter Pro­pa­gan­dist, der un­er­müd­lich für sein Vor­ha­ben trom­mel­te. Er spann­te so­gar die Schrift­stel­ler Jo­na­than Swift und Da­niel De­foe für sei­ne Wer­bung ein. Ein Jahr­hun­dert spä­ter al­ler­dings sprach der Jour­na­list Charles Mackay auch Spe­ku­lan­ten und nor­ma­len In­ves­to­ren eine Mit­schuld an der Bla­se zu. Sie hät­ten sich „nicht län­ger mit den lang­sa­mer stei­gen­den, aber si­che­ren Ge­win­nen von vor­sich­ti­ge­ren Un­ter­neh­men zu­frie­den“ ge­ge­ben.
We­nig über­ra­schend gab das Aus­maß an Gier und Trick­se­rei An­lass zu Sa­ti­re. Die­se Spiel­kar­ten aus dem Jahr 1721 zei­gen die ver­schie­de­nen Cha­rak­tere, die dem Spe­ku­la­ti­ons­wahn er­le­gen wa­ren.

Quel­len: „The Damn'd South Sea“, Chri­sto­pher Reed, „Har­vard Ma­ga­zi­ne“, Mai/Juni 1999; „Ex­tra­or­di­na­ry Po­pu­lar De­lu­si­ons and the Ma­dness of Crowds“, Charles Mackay, 1841; Ban­croft Col­lec­ti­on, Kress Li­bra­ry of Busi­ness and Eco­no­mics, Ba­ker Li­bra­ry, Har­vard Busi­ness School.
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