Bunte Sofas reichen nicht

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HBM Januar 2015

Herr Kai­ser, sind Sie heu­te früh schon ge­rutscht?
KAI­SER Ich ver­ste­he schon: Sie spie­len auf un­se­ren neu­en Vi­tra Sli­de Tower an. Eine stäh­ler­ne In­stal­la­ti­on, die der Künst­ler Cars­ten Höl­ler auf dem Vi­tra Cam­pus in Weil am Rhein ge­schaf­fen hat und die ver­gan­ge­nen Som­mer er­öff­net wur­de. Be­su­cher kön­nen rund 100 Stu­fen hin­auf­stei­gen und ab­schlie­ßend über eine 38 Me­ter lan­ge und mit Ple­xi­glas über­dach­te Rut­sche wie­der hin­un­ter­sau­sen. Ich ver­si­che­re Ih­nen: Das ist ein tol­ler Spaß. Trotz­dem muss ich Sie ent­täu­schen: Heu­te früh habe ich es lei­der noch nicht dort­hin ge­schafft.

Da­bei be­fin­det sich der Rutsch­turm auf dem Werks­ge­län­de von Vi­tra in Weil am Rhein di­rekt ne­ben der Pro­duk­ti­ons­hal­le. Wie ist die Idee ent­stan­den?
KAI­SER Ei­gent­lich lag sie so­gar auf der Hand. Vi­tra hat sich jahr­zehn­te­lang vor al­lem als Her­stel­ler von hoch­wer­ti­gen Bü­ro­mö­beln einen Na­men ge­macht. Da­her sind wir in ge­wis­ser Wei­se von Hau­se aus Ex­per­ten da­für, der Ernst­haf­tig­keit mehr Leich­tig­keit und dem Schö­nen mehr Prak­ti­ka­bi­li­tät zu ge­ben. Charles Ea­mes, der US-ame­ri­ka­ni­sche De­si­gner, dem un­ser Un­ter­neh­men in be­son­de­rer Wei­se ver­bun­den ist, soll ein­mal ge­sagt ha­ben, man müs­se auch das Ver­gnü­gen ernst neh­men. Vor die­sem Hin­ter­grund passt ein Kunst­werk, das ar­chi­tek­to­ni­sche und spie­le­ri­sche Ele­men­te mit­ein­an­der ver­eint und dem Be­su­cher noch dazu sinn­li­che Er­fah­run­gen er­mög­licht, ganz her­vor­ra­gend zu uns.

Am Ende bleibt ein Stuhl aber doch im­mer noch ein Stuhl. Glau­ben Sie wirk­lich, dass die Fra­ge, auf was für ei­nem Stuhl man sitzt, einen Ein­fluss dar­auf hat, wie wir un­ser Ta­ge­werk ver­rich­ten?
KAI­SER Un­ter­schät­zen Sie nicht Ihre ei­ge­ne Wahr­neh­mungs­fä­hig­keit. Die Fra­ge, wie man sich setzt, bet­tet oder an was für ei­nem Tisch man ar­bei­tet, hat so­gar einen großen Ein­fluss auf uns - und zwar längst nicht nur auf un­se­re kör­per­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit. Das Um­feld, mit dem man sich um­gibt, ist im­mer auch Spie­gel ei­ner in­ne­ren Hal­tung. Das sorgt üb­ri­gens mit­un­ter für ein Span­nungs­feld: Denn in Ar­beit­sum­ge­bun­gen ent­spricht die­se - zu­min­dest wenn man kein Un­ter­neh­mer oder selbst­stän­dig tä­tig ist - nun mal nicht im­mer den ei­ge­nen Wer­ten.
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