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HBM September 2014

Frau Pro­fes­so­rin Mu­el­ler, geht die Pro­dukt­ent­wick­lung in vie­len Un­ter­neh­men an den Be­dürf­nis­sen ih­rer Kun­den vor­bei?
MU­EL­LER Es er­gibt Sinn, dass Fir­men sich für Ide­en ent­schei­den, die sie als prak­ti­ka­bel ein­schät­zen. Aber wir ha­ben über­zeu­gen­de Be­le­ge da­für ge­fun­den, dass es nicht die­je­ni­gen sind, die bei den Kon­su­men­ten auf In­ter­es­se sto­ßen. Der si­chers­te In­di­ka­tor, mit dem sich vor­her­sa­gen ließ, ob die Kun­den ein Pro­dukt ha­ben woll­ten, war der Grad an Krea­ti­vi­tät. Wir ha­ben au­ßer­dem Be­wei­se da­für ge­sam­melt, dass die po­ten­zi­el­len Käu­fer leicht um­setz­ba­re Ide­en des­halb nicht be­vor­zug­ten, weil sie we­ni­ger krea­tiv wa­ren. Mit an­de­ren Wor­ten: Kun­den se­hen Krea­ti­vi­tät nicht als Kür an, son­dern als Pflicht.

Or­ga­ni­sa­tio­nen sor­tie­ren ja kei­ne krea­ti­ven Ide­en aus, son­dern ent­schei­den sich viel­mehr für die mach­ba­ren Vor­schlä­ge. Da­für lässt sich eine Lö­sung fin­den.
MU­EL­LER Das Pro­blem reicht tiefer. Un­se­re For­schung weist dar­auf hin, dass der Fo­kus auf Um­setz­bar­keit dazu ver­lei­ten kann, krea­ti­ve Ide­en gar nicht erst zu er­ken­nen. In ei­ner Stu­die ha­ben wir die Teil­neh­mer dazu ge­bracht, vor al­lem an das „Wie“ zu den­ken. Dazu lie­ßen wir sie be­schrei­ben, wie sie Din­ge er­le­dig­ten. An­de­re soll­ten er­klä­ren, wa­rum sie et­was ta­ten - sie ge­rie­ten also in eine „Wa­rum“-Hal­tung.
Beim „Wie“-Den­ken geht es dar­um, sich mit der Mach­bar­keit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Die Mit­glie­der die­ser Grup­pe stuf­ten in­no­va­ti­ve Ide­en als we­ni­ger krea­tiv ein als die Teil­neh­mer mit der „Wa­rum“-Kon­di­tio­nie­rung.
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