Verliebt, verlobt, verheiratet

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HBM August 2014

Wenn Singles sich auf Part­ner­su­che be­ge­ben, zie­hen sie alle Re­gis­ter: Sie ma­chen sich hüb­sch, sind im Ge­spräch auf­merk­sam und zu­ge­wandt. Sie le­sen ih­rem Ge­gen­über die Wün­sche von den Au­gen ab und sind of­fen für eine län­ge­re Be­zie­hung, wenn es funkt - es also eine ge­mein­sa­me Ebe­ne gibt.
Im 21. Jahr­hun­dert wur­de der klas­si­sche Flirt tech­nisch auf­ge­rüs­tet. Von den ge­schätzt 11,5 Mil­lio­nen Singles, die 2010 in Deutsch­land leb­ten, ha­ben 7 Mil­lio­nen den Dienst ei­ner Part­ner­bör­se ge­nutzt. Die großen An­bie­ter fah­ren schwe­re Ge­schüt­ze auf, um ih­ren part­ner­su­chen­den Kun­den mög­lichst gute Kan­di­da­ten zu prä­sen­tie­ren. Sie nut­zen von Psy­cho­lo­gen aus­ge­ar­bei­te­te Fra­ge­bö­gen oder ana­ly­sie­ren ihre Kun­den­da­ten gleich mit­hil­fe von Big-Data-Me­tho­den.
In un­se­rer Ar­beit als Mar­ke­ting­be­ra­ter un­ter an­de­rem auch für Per­so­nal­ab­tei­lun­gen fiel uns auf, wie sehr sich das Be­zie­hungs­spiel zwi­schen Mann und Frau und die Su­che nach dem idea­len Kan­di­da­ten glei­chen.
Und tat­säch­lich grei­fen Un­ter­neh­men teils be­wusst, teils un­be­wusst in die glei­che Trick­kis­te wie die Flir­ter und Part­ner­su­cher. Sie wer­ben für sich dort, wo die bes­ten Kan­di­da­ten lo­cken, etwa bei Hoch­schu­len oder im In­ter-net. Sie prä­sen­tie­ren sich und ihre Wer­te mit­hil­fe von An­zei­gen und Kam­pa­gnen im bes­ten Licht und pfle­gen im Ide­al­fall die Be­zie­hung zu je­dem ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter. Wie in ei­ner gu­ten Ehe.
Uns er­scheint das Bild der Part­ner­su­che als so ide­al­ty­pisch und ein­gän­gig, dass wir es als Me­ta­pher für ge­lun­ge­nes Em­ploy­er Bran­ding vor­stel­len wol­len. Denn er­folg­rei­ches Em­ploy­er Bran­ding ist mehr als nur eine Print- oder On­li­ne­kam­pa­gne, die die Stär­ken des Un­ter­neh­mens als Ar­beit­ge­ber her­aus­stellt. Em­ploy­er Bran­ding muss über die Ho­ney­moon-Pha­se hin­aus­ge­hen und alle Sta­tio­nen ei­nes neu­en Mit­ar­bei­ters im Un­ter­neh­men um­fas­sen - üb­ri­gens eine lang be­währ­te Vor­ge­hens­wei­se auch bei der Kun­den­bin­dung im Mar­ke­ting. Da heißt es, al­les im Blick zu be­hal­ten - von den ers­ten Kon­takt­punk­ten zum Auf­bau der Ar­beit­ge­be­rat­trak­ti­vi­tät über Stel­len­aus­schrei­bun­gen und den Be­wer­bungs­pro­zess bis hin zum ers­ten Tag im Un­ter­neh­men.
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