Das Dilemma der Kapitalisten

INNOVATION:

HBM August 2014

Wie eine alte Ma­schi­ne, die rät­sel­haf­te Ge­räusche von sich gibt, auf die sich auch die bes­ten Me­cha­ni­ker kei­nen Reim ma­chen kön­nen, stot­tert die Welt­wirt­schaft vor sich hin. In den USA ist die Re­zes­si­on nach of­fi­zi­el­len An­ga­ben schon seit 60 Mo­na­ten be­en­det. Doch die Kon­junk­tur will nicht recht in Gang kom­men, wie das schwa­che Wirt­schafts­wachs­tum und die ent­täu­schen­den Ar­beits­markt­da­ten be­le­gen (sie­he Gra­fik „Auf­schwung ohne Jobs“) .
Die Un­ter­neh­men hor­ten trotz his­to­risch nied­ri­ger Zin­sen Li­qui­di­tät und wol­len das Geld nicht in In­no­va­tio­nen in­ves­tie­ren. Auch wenn sie da­durch Wachs­tum schaf­fen könn­ten. Wa­rum ist das so? Gibt es zu we­ni­ge wirk­lich gute Ge­le­gen­hei­ten, oder er­ken­nen die Ma­na­ger sie nur nicht? Wel­cher Zu­sam­men­hang be­steht zwi­schen der In­ves­ti­ti­ons­ver­wei­ge­rung der Un­ter­neh­men und der trä­gen Kon­junk­tur­ent­wick­lung? Was hält das Wachs­tum ei­gent­lich zu­rück?
Die meis­ten Wachs­tums­theo­ri­en wer­den ge­samt­wirt­schaft­lich ent­wi­ckelt. Die Ma­kro­ebe­ne eig­net sich her­vor­ra­gend, um Kor­re­la­tio­nen zwi­schen In­no­va­tio­nen und Wachs­tum auf­zu­spü­ren. Die Ur­sa­chen von Wachs­tum zei­gen sich aber erst auf mi­kro­öko­no­mi­scher Ebe­ne - in den Un­ter­neh­men und in den Köp­fen der In­ves­to­ren und Ma­na­ger. In die­sem Bei­trag (der auf ei­nem Ar­ti­kel auf­baut, den Clay­ton Chris­ten­sen Ende 2012 für die „New York Ti­mes“ schrieb) ver­su­chen wir, eine grund­le­gend neue Theo­rie auf­zu­stel­len, ba­sie­rend auf den Er­fah­run­gen der Un­ter­neh­men.
Vor un­ge­fähr ei­nem Jahr lu­den wir die ak­tu­el­len und ehe­ma­li­gen Teil­neh­mer des Har­vard-Busi­ness-School-Kur­ses „Auf­bau und Er­halt ei­nes er­folg­rei­chen Un­ter­neh­mens“ ein, uns bei die­sem Pro­jekt zu un­ter­stüt­zen. Sie re­prä­sen­tie­ren einen Quer­schnitt durch alle Un­ter­neh­mens­for­men: von klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men über Kon­zer­ne bis hin zu Fi­nanz­dienst­leis­tern (sie­he Kas­ten „Ein neu­er For­schungs­an­satz“) . An­fangs un­ter­such­ten wir die un­ter­schied­lichs­ten Grün­de für das Lah­men der Kon­junk­tur, von po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Un­si­cher­heit über die ge­rin­ge Kre­dit­ver­ga­be der Ban­ken und den Rück­gang staat­lich ge­för­der­ter For­schung in den USA bis hin zum Nie­der­gang von In­no­va­ti­ons­platt­for­men wie Bell Labs.
Doch schon bald kehr­te die De­bat­te zu un­se­rem Ur­sprungs­the­ma zu­rück: zu den Ent­schei­dun­gen, die Un­ter­neh­men tref­fen, wenn sie in In­no­va­tio­nen in­ves­tie­ren. An­ders als kom­ple­xe ge­samt­wirt­schaft­li­che Fak­to­ren las­sen sich die­se Ent­schei­dun­gen von den Ma­na­gern kon­trol­lie­ren. Nach aus­gie­bi­gen Un­ter­su­chun­gen glau­ben wir, sie ge­fun­den zu ha­ben - die Ant­wort auf die Fra­ge, wa­rum Ma­na­ger vor ver­meint­lich ris­kan­ten In­no­va­tio­nen zu­rück­schre­cken. Sol­che In­ves­ti­tio­nen wä­ren der si­chers­te Weg zu ei­nem pro­fi­ta­blen Wirt­schafts- und Job­wachs­tum. Des­halb prä­sen­tie­ren wir in die­sem Bei­trag An­sät­ze, die die Grund­la­ge für ent­schei­den­de Fort­schrit­te in die­sem Be­reich bil­den kön­nen.
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