Aufreizende Boxershorts

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HBM Juni 2014

Frau Fest­jens, ge­hen Frau­en wirk­lich mehr Ri­si­ken ein, nur weil sie Män­ner­un­ter­wä­sche an­ge­fasst ha­ben?
FEST­JENS Es exis­tie­ren eine gan­ze Rei­he von Stu­di­en dar­über, wie Män­ner rea­gie­ren, nach­dem sie se­xu­el­len Rei­zen aus­ge­setzt wa­ren - etwa Fo­tos von Mo­dels oder Da­men­un­ter­wä­sche. Sie zei­gen, dass sich Män­ner da­durch in ih­ren wirt­schaft­li­chen Ent­schei­dun­gen be­ein­flus­sen las­sen. An den ers­ten Stu­di­en zu dem The­ma nah­men auch Frau­en teil. Weil sie aber auf der­ar­ti­ge vi­su­el­le Rei­ze nicht rea­gier­ten, blie­ben sie bei Fol­ge­un­ter­su­chun­gen au­ßen vor. Die Ex­pe­ri­men­te, die ich mit Sa­bri­na Bruy­neel und Sieg­fried De­wit­te an der KU Leu­ven durch­ge­führt habe, wei­sen dar­auf hin, dass Frau­en sehr wohl auf se­xu­el­le Rei­ze rea­gie­ren. Wenn ihr Tast­sinn an­ge­spro­chen wird, gibt es zwi­schen ih­nen und Män­nern so gut wie kei­nen Un­ter­schied.
Be­rüh­run­gen schei­nen ein wirk­sa­me­rer Weg zu sein, das Be­loh­nungs­zen­trum in weib­li­chen Ge­hir­n­en an­zu­spre­chen. Wenn wir sie dazu brin­gen, über Sex nach­zu­den­ken, stre­ben sie wie Män­ner nach al­ler­lei an­de­ren Ar­ten von Be­loh­nung - wie Geld, Scho­ko­la­de oder Wein. Die Frau­en, die in un­se­rer Stu­die Bo­xers­horts an­ge­fasst hat­ten, wa­ren auch un­ge­dul­di­ger: Sie ver­lang­ten eine hö­he­re Sum­me als Aus­gleich, um zu ak­zep­tie­ren, dass wir ih­nen 15 Euro nicht so­fort, son­dern erst zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt aus­zahl­ten. Sie wa­ren in ei­nem hy­po­the­ti­schen Wür­fel­spiel zu­dem be­reit, grö­ße­re Sum­men zu set­zen als die Frau­en, die nur die T-Shirts be­wer­tet hat­ten.
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