Schutz vor dem Un­be­re­chen­ba­ren

RISIKOMANAGEMENT:

HBM April 2014

Die tra­di­tio­nel­len Me­tho­den, die Un­ter­neh­men für das Ri­si­ko­ma­na­ge­ment ih­rer Lie­fer­ket­te ein­set­zen, wei­sen einen Schwach­punkt auf. Sie set­zen vor­aus, dass für je­des Er­eig­nis, das den Be­trieb un­ter­bre­chen könn­te, die Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit und die dar­aus fol­gen­de Scha­dens­hö­he be­kannt sind. Bei häu­fi­gen Stö­run­gen - wie Pro­ble­men bei Zu­lie­fe­rern, Pro­gno­se­feh­lern oder Trans­port­un­ter­bre­chun­gen - funk­tio­niert das sehr gut. Um das Ri­si­ko zu be­stim­men, kön­nen Un­ter­neh­men his­to­ri­sche Da­ten her­an­zie­hen.
An­ders sieht es bei Er­eig­nis­sen mit ge­rin­ger Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit, aber gra­vie­ren­den Fol­gen aus. Bei­spie­le hier­für sind Ka­ta­stro­phen wie der Hur­ri­kan Ka­tri­na 2005 oder Vi­ru­s­epi­de­mi­en wie der Sars-Aus­bruch 2003. Auch grö­ße­re Aus­fäl­le, die durch un­vor­her­ge­se­he­ne Vor­komm­nis­se wie Fa­brik­brän­de oder po­li­ti­sche Un­ru­hen ent­ste­hen, fal­len in die­se Ka­te­go­rie. Über der­ar­ti­ge Er­eig­nis­se ste­hen - wenn über­haupt - nur we­ni­ge his­to­ri­sche Da­ten zur Ver­fü­gung. Weil sich ihre Ri­si­ken mit tra­di­tio­nel­len Mo­del­len kaum be­rech­nen las­sen, be­rei­ten sich vie­le Un­ter­neh­men nicht aus­rei­chend dar­auf vor. Das kann ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen ha­ben. Selbst ope­ra­tiv ge­schick­te Or­ga­ni­sa­tio­nen sind Ka­ta­stro­phen hilf­los aus­ge­lie­fert - wie etwa To­yo­ta nach dem Erd­be­ben von Fu­kus­hi­ma und dem dar­auf­fol­gen­den Ts­un­a­mi im Jahr 2011.
Als Ant­wort auf die­se Her­aus­for­de­rung ha­ben wir ein Mo­dell ent­wi­ckelt: eine ma­the­ma­ti­sche Be­schrei­bung der Lie­fer­ket­te, die sich in ei­nem Com­pu­ter­pro­gramm ab­bil­den lässt. Statt auf die Grün­de für Stö­run­gen kon­zen­triert sie sich auf die Feh­ler­quel­len ent­lang der Ket­te - wie den Aus­fall ei­ner Zu­lie­fe­rer­fa­brik oder Hoch­was­ser in ei­nem Ver­trie­bs­zen­trum. Bei die­ser Art von Ana­ly­se ist es nicht nö­tig her­aus­zu­fin­den, mit wel­cher Wahr­schein­lich­keit Ri­si­ken ein­tre­ten wer­den. Denn die Ef­fek­ti­vi­tät der Stra­te­gie, mit der ein Un­ter­neh­men ei­ner Stö­rung be­geg­net, hängt nicht da­von ab, was der Aus­lö­ser des Pro­blems ist.
Mit un­se­rem Mo­dell kön­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen be­rech­nen, wel­che fi­nan­zi­el­len und be­trieb­li­chen Aus­wir­kun­gen zu er­war­ten wä­ren, wenn bei­spiels­wei­se die An­la­gen ei­nes großen Zu­lie­fe­rers für zwei Wo­chen aus­fal­len wür­den - egal aus wel­chem Grund. Das Com­pu­ter­mo­dell lässt sich schnell und ein­fach ak­tua­li­sie­ren. Das ist wich­tig, denn heu­ti­ge Lie­fer­ket­ten sind stän­di­gen Ver­än­de­run­gen un­ter­wor­fen.
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