Der langfristig denkende Investor

KAPITALISMUSDEBATTE:

HBM März 2014

Weg vom Quar­tals­ka­pi­ta­lis­mus und hin zu ei­ner lang­fris­ti­gen Aus­rich­tung! Die­se For­de­rung an die USA und an­de­re Wirt­schafts­na­tio­nen ist seit der Fi­nanz- und Wirt­schafts­kri­se im­mer lau­ter ge­wor­den. Je­des Mal wenn die Mit­glie­der der OECD, das Welt­wirt­schafts­fo­rum, die G30-Län­der oder an­de­re in­ter­na­tio­na­le Gre­mi­en zu­sam­men­kom­men, steht das The­ma auf der Ta­ges­ord­nung. Es gibt auch schon die un­ter­schied­lichs­ten Lö­sungs­vor­schlä­ge - vom Sha­red-Va­lue-Kon­zept bis hin zum „nach­hal­ti­gen Ka­pi­ta­lis­mus“ -, die in al­len Ein­zel­hei­ten dar­le­gen, wel­che ge­sell­schaft­li­chen Vor­tei­le ein an­de­rer Füh­rungs- und In­ves­ti­ti­ons­s­til der Un­ter­neh­mens­len­ker hät­te. Doch trotz all die­ser klu­gen An­sät­ze be­steht das Kurz­frist­den­ken nicht nur fort, es nimmt so­gar zu. Die Fol­ge: Un­ter­neh­men sind we­ni­ger in der Lage, lang­fris­tig zu in­ves­tie­ren und Wer­te auf­zu­bau­en - was dem all­ge­mei­nen Wirt­schafts­wachs­tum scha­det und die Ren­di­te der Spa­rer schmä­lert.
Die Haupt­ur­sa­che des Pro­blems liegt un­se­rer Mei­nung nach dar­in, dass die Fi­nanz­märk­te bör­sen­no­tier­te Un­ter­neh­men nach wie vor un­ter Druck set­zen, den kurz­fris­ti­gen Er­folg zu ma­xi­mie­ren. Zwar ist es ei­ni­gen Top­ma­na­gern ge­lun­gen, die­se For­de­run­gen zu igno­rie­ren, aber ohne die Un­ter­stüt­zung der In­ves­to­ren wird dies wohl die Aus­nah­me blei­ben. Der Durch­bruch wird erst ge­lin­gen, wenn sich die in­sti­tu­tio­nel­len In­ves­to­ren - die­je­ni­gen, die die großen Be­tei­li­gungs­pa­ke­te hal­ten - dem Kampf an­schlie­ßen. Das wäre auch im In­ter­es­se der vie­len Spa­rer und An­le­ger, die die­sen großen Ak­teu­ren ihr Geld an­ver­trau­en. Wir stel­len in die­sem Bei­trag ei­ni­ge Pra­xis­an­sät­ze vor, mit de­nen sich ein Wan­del her­bei­füh­ren lässt und die ei­ni­ge der großen In­ves­to­ren be­reits er­folg­reich um­set­zen.

DER KURZ­FRIS­TI­GE ER­GEB­NIS­DRUCK STEIGT WEI­TER
Ei­ner der Au­to­ren die­ses Bei­trags, Do­mi­nic Bar­ton, hat schon 2011 im Har­vard Busi­ness Ma­na­ger ge­schrie­ben, dass die Ty­ran­nei des Kurz­frist­den­kens ein Ende ha­ben muss (sie­he Bei­trag „Zeit zu han­deln“, Ser­vice­kas­ten Sei­te 49). In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ha­ben un­se­re bei­den Un­ter­neh­men die lau­fen­de De­bat­te zu die­sem The­ma ver­folgt. An­fang 2013 frag­ten McKin­sey und das Ca­na­da Pen­si­on Plan In­vest­ment Board (CP­PIB) im Rah­men ei­ner McKin­sey-Quar­ter­ly-Er­he­bung mehr als 1000 Board­mit­glie­der und Top­ma­na­ger in al­ler Welt, wo sie sich und ihr Un­ter­neh­men auf dem Weg zu ei­ner lang­fris­tig ori­en­tier­ten Un­ter­neh­mens­steue­rung se­hen. Die Er­geb­nis­se wa­ren deut­lich:
63 Pro­zent sag­ten, der kurz­fris­ti­ge Er­geb­nis­druck habe in den fünf Jah­ren zu­vor zu­ge­nom­men.
79 Pro­zent fühl­ten sich be­son­ders un­ter Druck, in ei­nem Zeit­raum von zwei Jah­ren oder we­ni­ger eine gute fi­nan­zi­el­le Ent­wick­lung vor­zu­wei­sen.
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