Fundamentale Veränderung

HBM Oktober 2013

Es ist nicht ein­fach, sich dem The­ma „Frau­en im Ma­na­ge­ment“ zu nä­hern. Ei­ner­seits schei­nen die Ar­gu­men­te aus­ge­tauscht und ein Kon­sens er­reicht. Es gibt wohl kein Un­ter­neh­men, das sich ge­gen eine Er­hö­hung des An­teils von Frau­en in Füh­rungs­po­si­tio­nen aus­spre­chen wür­de. An­de­rer­seits blei­ben die Er­fol­ge über­sicht­lich: An die Spit­ze von Un­ter­neh­men schaf­fen es nach wie vor nur we­ni­ge Frau­en. In den 200 um­satz­stärks­ten deut­schen Fir­men gab es 2012 nur 4 Pro­zent Frau­en im Vor­stand oder in der Ge­schäfts­füh­rung, in den Auf­sichts-oder Ver­wal­tungs­rä­ten be­trug ihr An­teil 12,9 Pro­zent.
Wer nach den Grün­den für die dürf­ti­gen Zah­len fragt, er­hält ganz un­ter­schied­li­che Ant­wor­ten. Eine Frak­ti­on for­dert die Frau­en auf, sich stär­ker zu en­ga­gie­ren, auf Füh­rung zu drän­gen und neue Fä­hig­kei­ten zu ent­wi­ckeln. Dazu ge­hö­ren im Üb­ri­gen auch Top­ma­na­ge­rin­nen wie zum Bei­spiel Fa­ce­book-COO She­ryl Sand­berg (nach­zu­le­sen in dem In­ter­view „Un­se­re Zeit ist ge­kom­men“ in un­se­rer Aus­ga­be Mai 2013). Eine an­de­re Frak­ti­on glaubt, dass es bei dem The­ma kei­nen be­mer­kens­wer­ten Fort­schritt ge­ben wird, so­lan­ge sich Or­ga­ni­sa­tio­nen und die Ge­sell­schaft ins­ge­samt nicht fun­da­men­tal ver­än­dern.
Un­ser Schwer­punkt in die­sem Mo­nat be­schäf­tigt sich mit die­sem Pro­blem und sei­ner Lö­sung. Den An­fang macht ein Au­to­ren­trio um In­sead-Pro­fes­so­rin Her­mi­nia Ibar­ra. De­ren For­schung zeigt, dass es im­mer noch eine große Dis­kre­panz gibt zwi­schen der all­ge­mei­nen Vor­stel­lung von ei­ner gu­ten Füh­rungs­kraft und dem Bild von Frau­en in Un­ter­neh­men. In „Auf­stieg mit Hin­der­nis­sen“ sa­gen Ibar­ra und Co., was sich än­dern muss (zum Bei­trag). Die Har­vard-Busi­ness-School-Wis­sen­schaft­ler Bo­ris Groys­berg und De­bo­rah Bell prä­sen­tie­ren die Er­geb­nis­se ei­ner groß an­ge­leg­ten Un­ter­su­chung über die Hin­ter­grün­de weib­li­cher Kar­rie­re­we­ge. „Fehl­funk­tio­nen im Füh­rungs­gre­mi­um“ be­ginnt hier. In „Zu­tritt ver­wehrt“ ha­ben die HBM-Re­dak­teu­rin­nen Ge­si­ne Braun und Chris­ti­na Kes­tel Stim­men deut­scher Ex­per­ten aus Un­ter­neh­men, Wis­sen­schaft und Be­ra­tung zur Si­tua­ti­on von Ma­na­ge­rin­nen ge­sam­melt (zum Bei­trag). Der Teil „Zah­len & Fak­ten“ lie­fert In­for­ma­tio­nen und Ar­gu­men­te für die Dis­kus­si­on (zum Bei­trag).
In die­sem Jahr ge­denkt die Har­vard Busi­ness School üb­ri­gens ei­ner ganz be­son­de­ren Ent­schei­dung vor 50 Jah­ren. Seit 1963 dür­fen auch Frau­en am zwei­jäh­ri­gen MBA-Pro­gramm teil­neh­men.
Da geht noch was.
Jetzt kaufen
© Harvard Business Manager
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH
Inhalt

Abbildungen und Diagramme

Bilder:
1
Infografiken:
0

Textumfang

Seiten:
1
Zeichen:
3.112
Nachdrucknummer:
201310003
Nachdrucke
Nachdrucke in Medien aller Art
Seitenpreise ab 360 Euro je nach Auflage

Nutzungsrechte im PDF-Format
Ohne Fotos und Illustrationen. Für die Verwendung bei betriebsinternen Fortbildungen, Kundenbroschüren, im Intranet und firmeninternen Pressespiegel: Preisberechnung pro Exemplar beziehungsweise pro Nutzer je nach Auflage.

Sonderdrucke
Möglich ab 500 Exemplaren, Preise auf Anfrage.
Ein Beispiel finden Sie hier.

Nachdrucke von Illustrationen
© Harvard Business Manager: Preise auf Anfrage

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer und gegebenenfalls Versandkosten.

Für Artikel mit Copyrightvermerk "Harvard Business School Publishing" gelten besondere urheberrechtliche Bedingungen, die wir Ihnen auf Anfrage gern erläutern.
Hier können Sie nach den Lizenz-Bedingungen fragen.

Alle Themen
ANZEIGE
Nach oben