Die Chinesen kommen

Patente:

Heft 5/2018
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Zunächst die gute Nachricht: Der deutsche Erfindungsgeist ist ungebrochen. Dem Jahresbericht des Europäischen Patentamts (EPA) zufolge kamen vergangenes Jahr 15 Prozent aller europäischen Patentanmeldungen aus der Bundesrepublik, etwas mehr als aus Japan (13 Prozent). Damit ist Deutschland die Nation mit der zweithöchsten Zahl von Patentanmeldungen nach den Vereinigten Staaten (26 Prozent). Gemessen an der Einwohnerzahl sind allerdings die Schweizer am erfinderischsten: Auf eine Million Eidgenossen kamen 884 Patentanmeldungen. In dieser Liste liegt Deutschland nur auf dem sechsten Platz: Auf eine Million Einwohner entfielen 316 Patente.

Den größten Zuwachs weist das Land auf, das auch das erfindungsreichste Unternehmen stellt: China. Das Reich der Mitte ist in der Länderrangliste inzwischen auf den fünften Platz vorgerückt, und sein Vorzeigekonzern heißt Huawei: Fast 2400 Patente meldete der IT-Anbieter an. Immerhin schaffte es mit dem Technologiekonzern Siemens ein deutsches Unternehmen auf den zweiten Platz (2220 Patentanmeldungen). Die beiden Konzerne sind auch in den Branchen unterwegs, in denen der Wettkampf um Innovationen derzeit am härtesten zu toben scheint: Die meisten Patente (13.090) wurden in der Medizintechnik angemeldet, gefolgt von der digitalen Kommunikation (11.694) und der Computertechnik (11.174). Insgesamt ist der Trend zum Patent ungebrochen: 2017 verzeichnete das EPA den Rekordwert von fast 166.000 Anmeldungen, das sind ungefähr 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Diesen und weitere Artikel über aktuelle Trends und Studien finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Managers.


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