Dinosaurier treffen auf New Work

Buchtipp:

Von Julia Wehmeier
Heft 3/2019

Sind Führungskräfte bereit für die Mitarbeiter von morgen? Nein, schreiben Andreas Buhr und Florian Feltes. Sie leben wie Dinosaurier und sehen nicht, was auf sie zurast. Die Digitalisierung bringt nicht nur neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsideen mit sich, sondern erfordert auch eine neue Unternehmensführung und einen anderen Umgang mit Mitarbeitern.

Und das schnell: Beim Telefon dauerte es 75 Jahre, bis es sich bei 100 Millionen Nutzern durchgesetzt hatte. Facebook brauchte dafür nur noch vier Jahre, WhatsApp drei Jahre, Instagram zwei Jahre - und das Spiel "Pokémon Go" knackte schon nach zwölf Tagen die Marke von 50 Millionen Onlinespielern.

Wer bei dieser Geschwindigkeit der Entwicklung mithalten will, muss sich und sein Unternehmen rasant anpassen. Die viel beschriebene Generation Y trifft in der Arbeitswelt auf Manager, die sich an die neuen Anforderungen erst noch gewöhnen müssen, selbst wenn dafür keine Zeit bleibt. Die Autoren, Buhr zählt sich zur Generation "Babyboomer", Feltes beschreibt sich als "Digital Native", sind sich dabei durchaus nicht einig, auf welche Eigenschaften es in der Mitarbeiterführung tatsächlich ankommt und wie "Social Leadership" im Detail aussehen soll. Ihre Diskussionen sind in WhatsApp-Anmutung wiedergegeben.

Und auch sonst ist das Buch kurzweilig. Vor allem die Interviews mit "Pionieren der Digitalisierung". Dass darunter eine Harvard-Professorin und ein ehemaliger Zeitungschefredakteur sind, zeigt dann doch, dass klassische Führungsqualitäten auch in Zeiten der digitalen Revolution gefragt sein werden.

Diese und weitere Leseempfehlungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Managers.

Buchtipp

Andreas Buhr, Florian Feltes
Revolution? Ja, bitte!


Gabal Verlag 2018, 352 Seiten, 32,90 Euro

Ausgabe 3/2019


Das Darwin-Prinzip

Effizienz ist nicht alles - Wie Unternehmen anpassungsfähiger werden

Artikel
© Harvard Business Manager 3/2019
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